Homebaked (Yvette van Boven)

Für „Backverrückte“, viele Rezepte für Allergiker geeignet

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Beschreibung des Buches:
Die Autorin dieses Backbuches, Yvette van Boven, ist Illustratorin, Food Stylistin und Köchin. U.a. schreibt sie Rezepte für Magazine und Zeitungen. In Amsterdam führt sie mit ihrem Cousin ein Restaurant.

„Homebaked“ ist im Dumont-Verlag als Hardcover 2015 erschienen. Auf über 380 Seiten gibt es zahlreiche Backrezepte. Die Originalausgabe erschien 2014 in den Niederlanden.
Auf dem Titelbild ist ein Zitronenkuchen dekorativ präsentiert. Zwei rosa/pinke Lesebändchen ergänzen die Aufmachung dieses Backbuches.

Kurze Zusammenfassung:
Nach einer kurzen Einführung über Backgrundlagen, werden in neun Kapiteln (u.a. Brot, Cake, Cookies, Torten und Hundeplätzchenrezepte) die verschiedensten Backrezepte vorgestellt. Es gibt ein Rezeptregister, ein Sachregister und ein Register für Menschen mit einer Allergie.

Mein Leseeindruck:
Dieses Backbuch ist wunderschön gestaltet. Fotos und Illustrationen sind in einer tollen Komposition rund um die Rezepte platziert. Dabei sind nicht nur die Backergebnisse und Teilschritte dargestellt, sondern es gibt auch Fotos von der Autorin in Aktion oder bei Einkauf und Pause.

Tipps sind meist mit kleinen Illustrationen zwischen die Rezepte eingefügt. Ein Rezept enthält die Portionenangaben (Portionen oder Stücke), die Zutaten in Listenform und den Backverlauf in einem ausführlichen Text. Jedem Rezept ist ein Foto beigefügt. Manchmal wird hier das Ergebnis gezeigt, manchmal den Entstehungsvorgang und ab und an die dekorative Darreichung.

So wirkt jedes Rezept individuell gestaltet, hat aber inhaltlich den gleichen Aufbau. Die Rezeptauswahl ist sehr abwechslungsreich, wenige Klassiker, wie man sie oftmals in Backbüchern vorfindet, sondern ganz außergewöhnlichen Rezepte. So gibt es z.B. die „Superduper Schokotorte mit Roter Bete & Haselnussfüllung“ oder „Hackfleisch-Pie mit Maronen & Cranberrys“.

Es ist die Zutatenmischung, die so manches Backrezept besonders macht. Hier kann man bei so mancher Feier mit dem eigenen Backergebnis „glänzen“.

In diesem Backbuch gibt es pikante als auch süße Backwerke. Die meisten Zutaten sind gut im Supermarkt zu bekommen.

Prima finde ich das Register für Allergiker. Hier kann man unter den Überschriften „Glutenfrei“, „Laktosefrei“, „Weizenfrei“, „Zuckerersatz“ und „Zuckerfrei“ die Rezepte schnell finden. Die Auswahl ist sehr groß.

Das Buch ist so gut gebunden, dass es sich prima im aufgeschlagenen Zustand beim Backen hinlegen lässt ohne dass sich die Seiten selbst umblättern.

Fazit:
Ein Backbuch zum Anschauen, Schmökern und natürlich zum Nachbacken mit wunderbaren Rezepten, die ausführlich beschrieben sind. Die schöne Aufmachung mit Fotos und Illustrationen laden zu einem besonderen Backvergnügen ein.

Jetzt schon an Weihnachten denken! Dieses Buch eignet sich besonders als Geschenk für Menschen, die gerne Neues beim Backen ausprobieren möchten.

Bewertung: *****

(W)ehe du gehst (Jannes C. Cramer)

Der Countdown

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Beschreibung des Buches:
Der Thriller „(W)ehe du gehst“ ist 2015 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 222 Seiten. Das Titelbild zeigt ein Foto eines Hochzeitspaares mit zersplitterter Glasscheibe, ein blutiges Messer liegt auf einem Holztisch davor. Es passt gut zum Inhalt.

Es handelt sich bei diesem Thriller schon um den zweiten Teil des Ermittlerteams um Kommissar Frank Holper.

Kurze Zusammenfassung:
Kira und Jonas sind ein Ehepaar. Jonas ist ein besonders eifersüchtiger Ehemann. Er wird schnell jähzornig und handgreiflich. Mithilfe ihrer Freundin Juliane flieht Kira aus der Ehe. Dabei bringt sie nicht nur sich in große Gefahr. Als Jonas auf Kiras Spur kommt und vor nichts zurückschreckt, wird Kommissar Frank Holper in die Ermittlungen einbezogen. Parallel macht sich auch Privatdetektiv Lukas Bender auf die Spur von Jonas.

Mein Leseeindruck:
Schon gleich auf den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen. Der Thriller beginnt recht rasant. Er ist in vier Teile gegliedert.

Der erste Teil hat den Fokus auf Kira. In einer Art Countdown werden die ersten Stunden ihrer Flucht beschrieben. In den weiteren Teilen wechselt der Fokus, hier erlebt man, wie Jonas sich auf die Spur von Kira begibt, dabei schreckt er wirklich vor nichts zurück.

Besonders spannend wird es, wenn es im dritten Teil einen Rückblick auf parallele Geschehnisse gibt. Weiter möchte ich nicht auf diesen Teil eingehen, spätestens hier merkt man, dass man keinen Krimi, sondern einen Thriller in Händen hat.

Fazit:
Mich hat dieser Thriller gut „unterhalten“. Er ist spannend, abwechslungsreich und bringt so manche überraschende Wendung zu Tage, mit der man nicht gerechnet hat.

Bewertung: *****

Zwangsvermählt (Chris Silberer)

Auf der Suche nach der Wahrheit

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Für Krimis, die im Rhein-Main-Gebiet spielen, bin ich immer zu haben. Schon die Vorgänger Krimis „Korbleger“ und „Gute Wichte – Böse Wichte“ von Chris Silberer habe ich gerne gelesen. Und selbst mein Sohn, der nur selten (Romane) liest, war vom „Korbleger“ begeistert. In beiden Kriminalfällen, als auch in diesem Buch, ermittelt die Frankfurter Kriminalkommissarin Benina Gatti.

Beschreibung des Buches:
Bei „Zwangsvermählt“ handelt es sich, wie bei den Vorgängern, um einen Krimi. Das Buch ist im Jahr 2015 im crimetime-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 360 Seiten. Das Titelbild zeigt ein schwarz/weiß-Foto einer jungen Frau mit Schleier. Der Titel selbst ist in „zerkratzter“ roter Farbe geschrieben. Zum Inhalt passt das Titelbild sehr gut, allerdings hat mich die Umschlagsgestaltung der Vorgängerkrimis mehr angesprochen.

Chris Silberer ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“ (ein Netzwerk von Frauen, das sich zum Ziel gesetzt hat, deutschsprachige Krimis, von Frauen geschrieben, zu fördern). Die Autorin lebt im Rhein-Main-Gebiet.

Kurze Zusammenfassung:
Benina Gatti ist Kriminalkommissarin in Frankfurt. Als in einer Frankfurter Parkanlage die Leiche einer jungen Braut gefunden wird, glaubt man zunächst an einen Ehrenmord. Doch als bei einer zweiten Frauenleiche ebenfalls ein Schlüssel im Magen des Opfers gefunden wird, drängt sich ein anderer Verdacht auf.

Mein Leseeindruck:
Chris Silberer nimmt sich in ihrem neuen Krimi des Themas Zwangsvermählung an. Zunächst wird auch in dieser Richtung von der Frankfurter Kriminalkommissarin recherchiert. Ihre Wege führen sie deshalb in Schulen und zu den nächsten Verwandten des jugendlichen Opfers. Als aber eine Ordensschwester tot aufgefunden wird und sich hier Parallelen zum ersten Mordfall ergeben, scheint sich das Blatt zu wenden und auch das Thema Zwangsvermählung tritt in den Hintergrund.

Mit viel Einfühlungsvermögen beginnt die Recherche von Benina Gatti, die eine besondere Gabe hat, die Synästhesie (Zahlen oder Buchstaben farbig sehen können, dabei haben die Zeichen immer die gleiche Farbe). Sie kann dadurch die Stimmungen von Mitmenschen besonders wahrnehmen. Das ist somit ihr besonderer Ermittlungsstil.

Die Kommissarin hat aber nicht nur diese zwei Morde im Kopf. Ihre Gedanken sind noch immer beim Selbstmord ihres Vaters, der in Berlin vor eine Bahn stürzte.

Mir gefällt der Schreibstil von Chris Silberer gut. Auch die besondere Gabe ihrer Kriminalkommissarin machen ihre Krimis so lesenswert. Hier gibt es nicht nur die bekannten Recherchearten, sondern es wird mit besonderer Sensibilität ermittelt.

Auch das Privatleben der Akteure kommt in diesem Krimi nicht zu kurz. Benina ist mit einem Berliner Kriminalbeamten liiert. Sie treffen sich in Frankfurt als auch Berlin. Somit wechselt der Schauplatz des Krimis hier auch zwischen den beiden Städten, als Benina sich aufmacht, herauszufinden, ob ihr Vater tatsächlich eines Selbstmordes starb.

Ich mag es besonders gern, wenn ich reale Schauplätze wiedererkenne, das konnte ich in diesem Krimi erleben, sei es im Rhein-Main-Gebiet als auch in Berlin.

Der Krimi selbst ist in viele kleine Kapitel aufgeteilt, so dass es einem leicht fällt, das Lesen an einer abgeschlossenen Stelle zu unterbrechen.

Fazit:
Ein spannender Krimi mit dem besonderem Thema Zwangsvermählung, der aber auch noch andere Facetten aufweist. Es gibt hier viel Lokalkolorit, was mir immer bei Krimis gefällt. Man muss die Vorgängerkrimis nicht gelesen haben, um in die Reihe einzusteigen, gleichwohl wird auf die vorangegangenen Fälle ab und an eingegangen.

Der Wechsel zwischen Ermittlungen in Berlin und Frankfurt hat mir zwar gefallen, aber daraus hätte man auch zwei unabhängige Krimis konstruieren können.

Ich freue mich auf weitere Fälle von Benina Gatti.

Bewertung: ****

Bin ich eigentlich bekloppt? (Jörg Pilawa)

„Hör auf Dich selbst“ – die Botschaft dieses Buches

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Jörg Pilawa ist Moderator und Familienvater. Er „begleitet“ mein Fernsehleben schon seit einigen Jahren. Was plant man zu seinem 50. Geburtstag? Man schreibt ein Buch. Er hat es getan, keine typische Biografie. Ich war neugierig, was dieser Sympathieträger zu sagen hat.

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Bin ich eigentlich bekloppt?“ von Jörg Pilawa ist kurz vor seinem 50. Geburtstag im Gütersloher Verlagshaus 2015 als Hardcover mit 224 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man einen nachdenklichen Jörg Pilawa, der Gesichtsausdruck passt zum Inhalt des Buches.

Kurze Zusammenfassung:
Jörg Pilawas hat seine Gedanken über sein Leben und die Welt in sieben Kapiteln (sieben Fastentage in einem Schloss) aufgeteilt. Er lässt uns Leser teilhaben an seiner Fastenkur, mit allem was dazu gehört. Er gibt Einblicke in seine Kindheit, das Leben als Familienvater, Einschaltquoten, Fernsehen und digitale Welt, Auszeiten, Gedanken über die Welt und soziales Engagement.

Mein Leseeindruck:
An einem trüben und verregneten Tag habe ich dieses Buch verschlungen. Pilawa, eine Person meiner Generation, kurz vor dem 50. Geburtstag, denkt über sein Leben nach und lässt uns als Leser daran teilhaben. Seine Rückblicke in die Kindheit, seine Anfänge als Reporter – die Beschreibungen sind sehr warmherzig und authentisch. Sein Sprachstil ist locker und humorvoll.

Mich haben besonders die kleinen Anekdoten über seine Familie (Kinder und Schule) begeistert. Manche Situationen sind mir selbst sehr bekannt. Dass Jörg Pilawa ein sehr konsequenter Vater ist (Einhaltung der „online“-Zeiten werden absolut eingehalten und bei Nichtbeachtung geahndet), hätte ich nicht gedacht, macht ihn mir aber umso sympathischer, denn offensichtlich hat die sechsköpfige Familie sehr viel Spaß miteinander. Man verbringt fünf Wochen im Jahr auf einer kanadischen Insel „offline“. Die Kinder sind begeistert, die Eltern auch.

Jörg Pilawas Rückblicke sind nicht melancholisch, seine getroffenen (Fehl-)Entscheidungen sind ein Teil seines Lebens.
Seine Reisen nach Afrika als Botschafter mit sozialem Engagement, zu denen er mittlerweile auch die älteste Tochter mitgenommen hat, holen ihn immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Sein Fazit „hör auf Dich selbst“ ist ein Reifeprozess. Auch Jörg Pilawa musste lernen „Nein“ zu sagen, das schafft er mit seinen Urlaubsauszeiten und Offline-Wochenenden, an denen Familie „angesagt“ ist.

Fazit
Ein nachdenklicher Jörg Pilawa wagt einen „öffentlichen“ Rückblick und Einblick auf sein Leben. Er lässt die Leser teilhaben an seinem Familienleben und macht sich Gedanken auch über aktuelles Weltgeschehen.
Pilawa ist ein Entertainer – und als Autor beherrscht er die Erzählkunst.

Bewertung: *****

Kreativ fotografieren (Harold Davis)

Kreatives Fotografieren ist für jeden möglich

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Das Buch ist ein Hardcover mit 260 Seiten, gedruckt auf mattgestrichenem Bilderdruckpapier incl. eines Lesebändchens als Lesezeichen. Es handelt sich um die 1. Auflage aus dem Jahr 2015, übersetzt aus dem Englischen von Jacqueline Esen. Der Autor Harold Davis selbst ist preisgekrönter Fotograf und Autor von mehr als 30 Büchern, die vor allem von der Fotografie handeln. Auch der populäre Fotoblog 2.0 www.photoblog2.com stammt aus seiner Feder.

In diesem Buch geht es, wie der Titel es schon verrät, um die Kreativität beim Fotografieren. Harold zeigt nicht nur einzelne Situationen, die man dann ausprobieren kann, sondern er versucht vielmehr den Leser immer wieder selbst zur Kreativität anzuregen. In den einzelnen Kapiteln bespricht er die vielfältigen Komponenten der Fotografie, angefangen von der eigenen Bewertung der Bilder über die Kraft der Vision, Botschaften in den Bildern, Nutzen des Unerwarteten aber auch Setzen von Grenzen.

Dabei wird nicht ein allgemeines Rezept erstellt, weil es auch gar nicht möglich ist, nach einem Plan zu fotografieren. Harold Davis versucht vielmehr immer wieder in den Kapiteln das Auge des Fotofreundes für das Besondere, das ein tolles Bild interessant macht, zu schulen. Die Möglichkeiten zu nutzen, die der Zufall bietet, das ist es, was er für sich als die Frische an der Arbeit mit der Fotografie benennt und sie interessant und geheimnisvoll macht. Genau dieses Ziel verfolgt Harold Davis mit seinem Buch.

Zur Vollständigkeit ist in diesem Buch auch ein kleiner „Technikteil“ (44 Seiten) enthalten, der allerdings nicht wirklich nur die pure Technik beschreibt. Auch hier bleibt Harold Davis auf der kreativen Ebene und verfällt nicht in reine Verschlusszeiten und Blendenwerte.

Jedes Kapitel und die darin enthaltenen Unterabschnitte haben einen Verweis auf eine Übung. Diese Übungen sind im hinteren Teil des Buches zusammengefasst und versuchen den Leser noch mal zu animieren, dass Gelesene aufzuarbeiten und für die eigene Fotoaktivität aktiv zu festigen.

Das Buch ist reichlich bebildert mit eigenen Fotos des Autors. Zu vielen Bildern gibt es eine Beschreibung, die die Entstehung dieser Bilder erläutert. Hier wird nicht die Technik sondern vielmehr die Situation und die Kreativität beschrieben, wie das Bild entstanden ist. Schön wäre es allerdings doch, wenn wie sonst in Fotobüchern üblich, die Kameraeinstellungen zum Bild angegeben würden.

Vor dem Übungsteil befindet sich eine zweiseitige Begriffserklärung von A wie Abblenden über F wie Focus Stacking bis V wie Verlauf.

Aus meiner Sicht richtet sich das Buch an (Hobby-)Fotografen, die bereits Firm mit der Fotografie sind und ihren Horizont bzgl. der Möglichkeiten im Unerwarteten suchen. Auch für die Bewertung und das Hinterfragen der eigenen Ergebnisse, wie auch als Impulsgeber, ist dieses Buch gut geeignet. Wer allerdings eine Vorlage sucht, die er einfach nacharbeiten kann, wird hiermit nicht zufrieden sein, denn die eigene Kreativität ist immer gefragt.

Fazit:
Mein Eindruck von diesem Buch ist durchweg positiv, da es insgesamt die Kreativität beim Fotografieren anregt und durchweg schön bebildert ist. Schon beim Durchblättern bleibt man bei dem ein- oder anderen Foto fasziniert hängen. Man muss dieses Buch nicht unbedingt von der ersten Seite beginnend lesen.

Bewertung: *****

Men’s Health Cooking (Adina Steiman, Paul Kita)

Kochbuch – nicht nur für den Mann

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In unserem Haushalt wird die Zeitschrift Men’s Health gelesen. Hier wurde für dieses Buch geworben, so landete es auf dem Wunschzettel unseres Nachwuchses…

Beschreibung des Buches:
Das Men’s Health Kochbuch „Cooking“ ist 2015 als Hardcover im Falken-Verlag erschienen. Es ist die Übersetzung des im Jahr 2013 in den USA erschienenen Buches „Guy Gourmet“. Die deutsche Ausgabe hat 288 Seiten.

Die Autorin Adina Steiman hat ihre Kochausbildung in der internationalen Kochschule „Cordon Bleu“ absolviert und ist z.Z. Koch- und Ernährungsredakteurin des Men’s Health Magazins. Der Autor Paul Kita ist ebenfalls Redakteur dieses Magazins und Erfinder des „Men’s Health Guy Gourmet“-Blog.

Das Titelbild hat eine eher rustikale Aufmachung. Eine schwarze gusseiserne Pfanne auf einer dunklen Holzfläche. Der Buchtitel „Cooking“ ist in schwarzer Schrift auf hellgrünem Untergrund quer über die Pfanne „platziert“.

Kurze Zusammenfassung:
Dieses Kochbuch ist nicht einfach ein Kochbuch mit einer Schritt für Schritt Anleitung, es ist ein Buch über Ernährung, Gesundheit und Genuss- und Essgefühl.

Es ist unterteilt in Vorwort, Einleitung , 10 Kapitel:
1             Was ist Kochen?
2             Frühstück
3             Lunch
4             Muskel-Snacks
5             Schnelle Feierabend-Mahlzeiten
6             Kochen für Gäste
7             Draußen Kochen
8             Candlelight-Dinner
9             Partygerichte
10           Drinks
sowie einem Anhang.

Jedes Kapitel beginnt mit dem Leitsatz „Iss, um zu leben. Lebe, um zu essen.“ Darauf folgen meist vier Regeln, die in einem jeweils abgeschlossenem Kasten in das Kapitelthema einführen. In manchen Kapiteln folgen zusätzlich „Werkzeugtipps“, danach sind die Rezepte teils mit Fotos, aber auch viele ohne Fotos, aufgeführt.

Mein Leseeindruck:
Das Buch liegt gut in der Hand und lässt sich im aufgeschlagenen Zustand prima ablegen ohne dass sich die Seiten alleine umblättern. Die Aufteilung der Kapitel ist gelungen. So gibt es zunächst eine Einleitung, die sich grundsätzlich mit der Ernährung beschäftigt, hier folgen Tipps für die Grundausstattung in der Küche, Einkaufsstrategien und Kühlschrankmanagement. Schmunzeln musste ich bei der Überschrift „Der Küchen Werkzeugkasten“. Überhaupt fallen einem schon beim Durchblättern typische „Männerbegriffe“ auf.

Die Rezepte bieten eine breit gefächerte Auswahl. Schon in der Überschrift der Rezepte, wird mit Symbolen auf den Hauptnutzen der einzelnen Gerichte hingewiesen (Muskelaufbau, schnell gekocht, gut fürs Herz, gut für die Figur). So findet man leicht, das richtige Gericht für die jeweilige Situation bzw. „den Nutzen“, den man daraus ziehen möchte.

Viele Rezepte kommen ohne eine Bebilderung aus, manche Rezepte, wie z.B. die Fleischbällchen“, werden mit einer bebilderten Einleitung zum Zutateneinkauf (Fleischsorte, Würze) aufgepeppt. Diese Skizzen bieten hier den Vorteil, die verschiedenen Variationen auf den ersten Blick zu sehen.

Zwischen den Rezepten gibt es immer wieder besondere Tipps, die sich durch Skizzen/Bebilderungen erklären. Zusatzinformationen sind in einem farbigen Kästchen dem jeweiligen Rezept beigefügt. Bei bestimmten Themengebieten wie z.B. beim „Draußen Kochen“, gibt es weitere Hinweise (Zutaten, die der Wald anbietet). Zu jedem Rezept wird die Information zur Portionenanzahl, Kalorien, Fett, Kohlehydrate, Ballaststoffe, Proteine angegeben.

Uns haben es u.a. besonders die Cocktailrezepte angetan. Hier gibt es zu jedem Rezept ein skizziertes Glas (so lernt man die Glasauswahl ganz einfach kennen) und eine schematische Einteilung der jeweiligen Zutaten incl. Skizzierung der Dekoration mit einem Obststück. Das ist hier wirklich gut gelungen.

Eine Gesamtzeit der Zubereitung einzelner Gerichte ist nicht angegeben. Leider gibt es auch kein Lesebändchen, das finde ich bei Kochbüchern einfach praktisch.

Fazit:
Nicht nur Männer finden hier eine rundum Information über die Ernährung und das Zubereiten von Speisen. ..

Dieses Kochbuch ist ganz besonders für Neulinge (Kochanfänger) geeignet. Hier bekommt man weit mehr als nur Rezepte. Die Ernährung, die Ausstattung und ganz viele Tipps rund um das Essen machen aus diesem Kochbuch ein echtes Nachschlagewerk. Aber auch Neugierige, die ihr Koch- und Essverhalten ändern möchten, können sich hier ganz wertvolle Informationen erlesen und sie ausprobieren.

Wer ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für junge Leute sucht, der kann hier zugreifen. Vielleicht zieht der Nachwuchs gerade aus dem Elternhaus aus? Auch hier ist dieses Buch das ideale Geschenk.

Bewertung: *****

Apollonia Schatten der Vergangenheit (Verena Rot)

Kurzweiliger Ostseekrimi

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Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Apollonia – Schatten der Vergangenheit“ ist 2013 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 180 Seiten. Es ist der erste Band einer vierteiligen Cosy-Krimi-Reihe. Es ist das Erstlingswerk der Autorin Verena Rot.

Das Titelbild zeigt ein altes, verrostetes Boot, das am winterlichen Ufer bei Sonnenaufgang auf dem Trockenen liegt. Das Bild ist gut gewählt, es passt zum Inhalt, es hat etwas Geheimnisvolles.

Kurze Zusammenfassung:
Die Hauptfigur Apollonia Seidel reist in das kleine beschauliches Fischerörtchen Förde an der Ostsee. Hier will sich die 26-jährige Hotelmanagerin erholen. Sie hat gerade ihre Eltern verloren. In Förde trifft sie auf den jungen Journalisten Marc Arend, der erst vor kurzem wieder in den Ort zurückgekehrt ist. Die beiden scheinen sich von Anfang an gut zu verstehen. Als eine Leiche gefunden wird, beginnen die Zwei nach dem Täter und seinem Motiv zu suchen. Dabei stellt Apollonia fest, dass es doch einige Geheimnisse um Marc und auch den Menschen im Ort gibt…

Mein Leseeindruck:
Dies ist der erste Krimi aus dieser neuen Krimi Reihe, es gibt bereits einen zweiten Teil. Mich hat alleine schon das geheimnisvolle Titelbild angezogen. Ich finde es sehr gelungen. Dass es sich hier um einen „Kuschelkrimi“ (Cosy-Krimi) handelt, war ein weiterer Aspekt, der mich zu diesem Buch greifen ließ.

Bei diesem Krimi geht es weniger um einen bestialischen Mord oder Action, sondern um die Menschen und die Landschaft. Der Ort Förde mit seinen doch etwas schrulligen Einwohnern macht zunächst einen beschaulichen Eindruck. Hier möchte man Urlaub machen, auch wenn es gerade Winter ist, denn dann sind die Scharen der Touristen abgereist und das ruhigere Leben beginnt.

Hier kennt jeder jeden, so hat auch schnell jeder etwas über den Toten zu sagen. Die Ermittlungsarbeit übernimmt der Dorfpolizist. Er wird tatkräftig von Apollonia und Marc unterstützt. So ist Apollonia auch gleich dabei an Tatorten Spuren aufzunehmen. Sicherlich nicht ganz realistisch, aber das passt zu dieser Krimiart. Man möchte nicht nur harte Fakten lesen, sondern sich auch gut unterhalten fühlen und das gelingt hier der Autorin sehr gut. Dass sich dann noch eine kleine Liebesgeschichte abspielt passt einfach dazu.

Es war mir bis zum Schluss/zur Aufklärung des „Falles“ nicht wirklich klar, wer hier der eigentliche Täter sein könnte, das fand ich sehr spannend.

Fazit:
Dieser Krimi ist tatsächlich ein „Wohlfühlkrimi“. Spannend, kurzweilige, atmosphärisch aber auch gespickt mit landschaftlichen Beschreibungen, die den Leser dazu animieren könnten, selbst einmal an die winterliche Ostsee zu fahren, um dort dann hoffentlich ruhige Urlaubstage zu verbringen.

Bewertung: ****