30 Songs und eine Frau (Christine Weiner)

Eine Frau auf der Suche nach sich selbst

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„30 Songs und eine Frau“, allein der Titel hat mich neugierig gemacht. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch haben.

Beschreibung des Buches:
Dieser Roman von Christine Weiner ist im Marion von Schröder (Ullstein Buchverlage) 2015 als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 359 Seiten. Die Autorin hat bereits den erfolgreichen Roman „Drei Frauen im R4“ geschrieben.

Auf dem Titelbild sind drei Frauen in den besten Jahren im sommerlichen bunten Outfit auf blauem Hintergrund dargestellt. Das Bild, wie auch der Buchrücken, ist gelb umrahmt, es macht auf den ersten Blick gute Laune.

Kurze Zusammenfassung:
Anne, gerade 50 Jahre alt, hat genug von ihrem Leben mit Mann, Sohn und nerviger Mutter. Während sie das Elternhaus ausräumt, fallen ihr so einige Wünsche ein, die sie in jungen Jahren hatte. Kurzerhand und völlig ungeplant steigt sie in ihr Auto und fährt nach Wien. Mit dieser Stadt verbindet sie so manche Erinnerung und Träume. Hier findet sie Unterschlupf in einer Frauen-WG, die sich dann doch nicht als solche entpuppt. Doch das ist nur der Beginn einer größeren Veränderung in ihrem Leben…

Mein Leseeindruck:
Zunächst habe ich mich gefragt, wie die 30 Songs in der Geschichte eingebunden werden: Die Song-Titel sind die Kapitelüberschriften in diesem Buch. Die unterschiedlichsten Lieder, die Anne in ihrem Teenagerleben begleitet haben. Mit ihnen verbindet sie Träume aus ihrem Teenagerleben.

Der Roman ist in der Ich-Form, aus Sicht von Anne, geschrieben, so erlebt man als Leser die Gedanken und Gefühle der Protagonistin hautnah mit. Man fühlt und denkt mit Anne. Das pulsierende Leben in der Stadt Wien berauscht. Ich hatte das Gefühl, mit Anne durch die Straßen zu laufen. Die Szenerien, konnte ich mir prima vorstellen, auch von den Personen, die Anne mit auf ihrem Weg kennenlernt, hatte ich ein Bild vor Augen.

Anne nimmt die Leserin mit auf ihrem Weg in ein neues Leben, sie macht Dinge, die sie so nicht von sich erwartet hat. Sie probiert sich aus. Ihre Mitbewohner(innen) ermutigen sie und binden sie in ihr skurriles Leben ein.

Der Zwiespalt, der in hier herrscht, ist gut herausgearbeitet. Immer wieder, wenn sie dann doch Kontakt zu Mutter und Ehemann aufgenommen hat, zweifelt Anne daran, ob sie in ihrem neuen Leben glücklich werden kann. Ihre Hin- und Hergerissenheit mündet in immer neuen, teils etwas übertriebenen, aber trotzdem manchmal sehr lustigen Erlebnissen, die ihr die Entscheidung nicht leichter machen.

Und als sie schon fast weiß, was sie will, da erfährt sie Unerwartetes von ihrem Mann…

Fazit
Ein Buch, das unterhält und berührt sogleich. Eine Geschichte, wie sie das Leben so schreibt. Viel Ungewöhnliches, aber auch Vieles, was man in dieser Generation doch so an Alltagssorgen und –verpflichtungen auf sich nehmen muss und aus denen man manchmal gerne ausbrechen möchte, sich auf seine Träume und Wünsche im Leben besinnen möchte, Neues ausprobieren will. Warum nicht mit diesem Buch ein klein wenig Träumen!?

Bewertung: ****

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