Tod eines Revisors (Olaf Jahnke)

Wirtschaftskrimi mit Lokalkolorit

P1040516

Ein Krimi, der im Rhein-Main-Gebiet spielt, den musste ich lesen. Ich liebe Krimis mit Lokalkolorit, besonders Krimis, deren Handlungen im Rhein-Main-Gebiet angesiedelt sind. Nachdem meine letzten Lektüren keine Krimis waren, bot dieses Buch die entsprechende Abwechslung.

Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Tod eines Revisors“ von Olaf Jahnke ist 2014 im fhl-Verlag als Taschenbuch erschienen. Das Buch hat 249 Seiten. Das Titelbild ist in grau/blau/weiß gehalten. Zu sehen ist eine Brüstung (offensichtlich auf einer Aussichtsplattform) mit einem fest installierten Fernrohr. Im Hintergrund, leicht verblasst, Bankentürme der Frankfurter Skyline, passend zum Inhalt des Krimis.

Der Autor Olaf Jahnke ist Kameramann und Reporter beim Hessischen Rundfunk. Er lebt im Rhein-Main-Gebiet. Dieser Krimi ist seine erste Buchveröffentlichung.

Kurze Zusammenfassung:
Roland Bernau, Ex-BKA-Fahnder, ist Privatermittler. Er wird von der Ehefrau eines angeblichen Selbstmörders engagiert. Die Witwe glaubt nicht daran, dass sich ihr Mann selbst umgebracht hat. Der Tote war Revisor einer Bank. Schnell findet Bernau heraus, dass es hier um Wirtschaftskriminalität geht, die ihren Ursprung in der Wendezeit hat. Seine Ermittlungen werden seitens Politik und Wirtschaft stark behindert.

Mein Leseeindruck:
Der Krimi ist in der Ich-Form geschrieben. Roland Bernau erzählt aus seiner Sicht die Geschehnisse. Das hat mich zuerst befremdet und ich kam nicht gleich in die Geschichte hinein. Allerdings änderte sich das rasch, nachdem ich mich in den Schreibstil des Autors hineingelesen hatte. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen und habe es an zwei Tagen Urlaub fertig gelesen.

Olaf Jahnke gelingt es mit kurzen Sätzen, ohne umständlich verschachtelte Sätze, Szenen detailgetreu zu beschreiben. Wörtliche Rede lockert den Krimi auf und macht ihn zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. Der komplette Krimi ist temporeich und spannend.

Die Person Roland Bernau macht einen sympathischen Eindruck, etwas schusselig und unordentlich, aber mit einer gehörigen Portion Eifer ermittelt er in dem ihn anvertrauten Fall. Dabei kommt auch sein Privatleben nicht zu kurz. Eine Liaison mit einer Journalistin fruchtet in immer weiteren Ermittlungsergebnissen, bringt beide aber auch immer wieder in große Gefahr. Die Tatortszenen sind nicht zu grausam, es geht hier mehr um die Ermittlungsarbeit. Der Autor Olaf Jahnke hat gut recherchiert. Zum Ende des Buches bekommt man noch eine Erläuterung zu einem wirtschaftlichen Phänomen zwischen den 60er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts….

Der Fokus in diesem Krimi liegt auf dem Ermittler Bernau, so hat man als Leser keinen „Vorsprung“ und keine zusätzlichen Hinweise. Es entfallen komplizierte Rückblicke.

Dieser Krimi kommt mit wenigen Personen aus, jedenfalls habe ich das so empfunden. Ich konnte zumindest alle Beteiligten an allen Stellen im Buch ohne Probleme zuordnen. Offensichtlich sind hier auch die Namen gut gewählt, damit dies gelingen konnte. Die Lokalitäten in und um Frankfurt hat der Autor wunderbar beschrieben, ich konnte genau die Wege des Ermittlers verfolgen, da mir die meisten Örtlichkeiten sehr bekannt sind.

Fazit
Ein prima Krimi mit reichlich Lokalkolorit. Mir hat er gefallen. Kurze, knackige Sätze. Ein Privatleben des Ermittlers in der Kulisse Frankfurts und Umgebung, ein spannender Fall. Ich freue mich auf weitere Fälle von Roland Bernau!

Bewertung: *****

Advertisements

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s