Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel (Bradley Somer)

Kann ein Goldfisch ein Abenteuer erleben – er kann, wenn er sein Goldfischglas verlässt!

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Beschreibung des Buches:
Der Roman „Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel“ von Bradley Somer ist im DuMont-Verlag erschienen. Er hat ca. 320 Seiten. Das Titelbild ziert einen kopfüber stürzenden Goldfisch mit einem türkisen Hintergrund.

Kurze Zusammenfassung:
Aus dem 27. Stock eines Hochhauses fällt Ian, der Goldfisch, aus seinem Goldfischglas vom Balkon herunter. Während des eigentlich nur kurzen Falles kann er so Einiges aus dem Innenleben des Hauses miterleben.

Das Buch ist in 55 Kapitel unterteilt. In jedem Kapitel wechselt die Perspektive. Jedes Mal ist im Wechsel mit anderen, die eine oder andere Person Protagonist (Besucher oder Bewohner des Hauses).

Mein Leseeindruck:
Zunächst fiel es mir schwer, mich auf dieses Buch einzulassen. Doch je tiefer ich mich in die Geschichten hineingefunden hatte, desto neugieriger wurde ich, was den Bewohnern und insbesondere dem Goldfisch Ian so alles während des Sturzes passiert.

Da setzen doch tatsächlich beide Fahrstühle in diesem vielstöckigem Hochhaus aus – und die Menschen müssen sich die Treppen hinauf- und hinabquälen, eine Frau ist im Begriff ihr Kind zu gebären, ein Mann hat seine Geliebte zu Besuch, eine Frau verliert ihren Telefonjob und so manche anderen Schicksale verbergen sich hinter den verschiedenen Wohnungstüren.

Der Fisch fällt langsam, man hat Zeit, sich der verschiedenen Schicksale der Hausbewohner hinzugeben, einen Blick in ihre Wohnung zu werfen, ihren Auf- bzw. Abstieg zu begleiten. Man leidet mit ihnen, man freut sich mit ihnen.

Der Sprachstil des Autors ist sehr gefühlvoll und detailreich. Man fühlt sich als Leser direkt in die jeweilige Situation hineinversetzt, ist mittendrin im Geschehen, ist am Ende jedes Kapitels neugierig, wie es hinter den Wohnungstüren weitergeht, kann das Buch kaum aus der Hand legen, so gefesselt ist man von den Geschichten, die das Leben so spielt.

Fazit:
Ein wundervolles Buch. Ich konnte es kaum beiseitelegen, fast so spannend wie ein Krimi, aber auch berührend, so wie das Leben selbst, wenn man nicht, wie ein Goldfisch in seinem Glas bleibt sondern das Abenteuer des Lebens sucht.

Bewertung: *****

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