Wenn alle Stricke reißen (Jennifer Bentz)

Humorvoller Roman mit drei Frauen über Macken, Freundschaft, Glück und Liebe

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Beschreibung des Buches:
„Wenn alle Stricke reißen“ von Jennifer Bentz ist im ullstein-Verlag als Taschenbuch mit 349 Seiten erschienen. Das Titelbild ist mit hellem Hintergrund und warmen Farben in den Details gestaltet. Zu erahnen sind drei gemalte Frauen und ein Mann (man sieht nur die Unterkörper), der Titel ist umgeben von Blümchen in den gleichen rot/lila-warmen Farben. Das Gesamtbild passt gut zum Inhalt des Buches.

Kurze Zusammenfassung:
Drei junge Frauen treffen im Wartezimmer eines Psychologen aufeinander. Schnell stellt man gemeinsam fest, dass der Psychologe sich in seinem Sprechzimmer umgebracht hat. Nach dem ersten Schreck und den verbundenen polizeilichen Befragungen, kommen sich die drei, Lea, Vivien und Tine näher. Da sie sowieso gerade alle ihre eigene kleine Lebenskrise haben und Veränderungen brauchen, beschließen sie, gemeinsam bei Lea zu wohnen. Sie hat ein WG Zimmer anzubieten. Im Laufe des chaotischen Zusammenlebens passieren die merkwürdigsten Dinge. Eine Kleptomanin, eine von Panikattacken übermannte junge Frau und eine Journalistin, die glaubt, einen Karrierebruch zu erleiden, das bringt Unruhe in die Beziehungen der Frauen untereinander, aber trotzdem halten sie zusammen und unterstützen sich, wo es nur geht…

Mein Leseeindruck:
Die Geschichte beginnt etwas skurril. Kann man in einer psychologischen Praxis als Patient anderen Patienten begegnen? Nur, wenn der Psychologe tot ist, oder? Das müssen die drei jungen Frauen feststellen. Eigentlich sind sie wegen privater Probleme in der Praxis erschienen, jetzt haben sie das Problem, den Tod des Psychologen zu verkraften. Die Trauer währt nur kurz, man ist sich schnell einig, dass man seine Probleme dann eben gemeinsam lösen sollte, in dem man zusammenzieht und sich gegenseitig „therapiert“.

Das gelingt bisweilen ganz gut, da man sich in der Gemeinschaft gut unterstützen kann, in dem jeder mit seinen Stärken punktet und sich somit gebraucht fühlt. Lea, Vivien und Tine wachsen einem beim Lesen ans Herz. Sie sind allesamt sympathisch beschrieben, wenn auch jede ihre eigene Macke aufweist. Manchmal möchte man so gerne eingreifen und helfend unterstützen…

Der Autorin gelingt es, durch ihre lebendige Sprache und viel Wortwitz, einen beim Lesen zum Lächeln zu bringen. Am Ende des Buches ist man ein wenig traurig und fragt sich „Wie geht es weiter mit Vivien, Tine und Lea?“. „Werden sie die eingeschlagenen Wege weiterverfolgen?“.

Fazit:
Ein unterhaltsames Buch für kurzweiliges Lesevergnügen mit Tiefgang. Manchmal sollte man sich auf die Freundschaften besinnen, an sich selbst glauben und mit viel Engagement an Dinge herangehen, die man gut kann, dann kann man manchmal auch anderen und vor allem sich selbst helfen.

Bewertung: *****

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