Der Club der Traumtänzer (Andreas Izquierdo)

Was im Leben wirklich zählt…

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Schon das Titelbild des Buches „Der Club der Traumtänzer“ und der Klappentext hatten mich neugierig gemacht…

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Der Club der Traumtänzer“ Andreas Izquierdo ist im DuMont-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 445 Seiten. Das Titelbild ziert eine gelbe Mondsichel auf blauem Sternenhimmel. Sechs Personen, ein Mann und fünf Kinder, tanzen auf dem Mond. Dieses Bild passt sehr gut zum Inhalt des Buches.
Der Autor Andreas Izquierdo ist mir bereits durch den Roman „Das Glücksbüro“ bekannt.

Kurze Zusammenfassung:
Gabor Schöning arbeitet erfolgreich in einer Unternehmensberatung. Er sieht gut aus, hat wechselnde Frauenbekanntschaften und ist ein guter Tänzer. So kann man kurz sein Leben beschreiben, das sich nach einem Autounfall gänzlich ändert. Sein „Unfallopfer“, eine Schuldirektorin einer Sonderschule, hat einen speziellen Auftrag für ihn. Er soll einer kleinen Gruppe von Schülern (drei Jungen und zwei Mädchen) das Tanzen beibringen. Im Gegenzug will sie ihn nicht anzeigen. Zunächst nimmt Gabor die Sache nicht ernst, doch nach und nach nehmen ihn der Tanzunterricht und die Jugendlichen immer mehr ein. Das Schicksal jedes einzelnen Schülers lässt ihn nicht kalt.

Mein Leseeindruck:
Die Hauptfigur Gabor ist einem als Leser zunächst unsympathisch. Ein Mann, der sich nimmt, was er bekommen kann, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Workaholic, sein einziges Hobby ist das Tanzen, was er aber auch zumeist allein in seiner schicken Penthauswohnung praktiziert. Die ersten Seiten des Romans sind zunächst recht lustig. An manchen Stellen kann man durchaus schmunzeln.
Als Gabor Verantwortung für fünf Schüler übernehmen soll, ist er zunächst sehr zurückhaltend und unzuverlässig, wie man es schon erwarten konnte. Doch so nach wird Gabor dem Leser sympathisch, er ist berührt vom Schicksal jedes einzelnen Schülers. Durch die Gemeinsamkeit des Tanzens gehen auch die Schüler aus sich heraus. Der Protagonist Gabor macht eine Entwicklung durch, die man am Anfang nicht vermutet hätte. Dem Autor gelingt es, den Leser zu fesseln. Man ist berührt, wie intensiv sich Gabor immer mehr um seine Schützlinge kümmert, wie nahe ihm die unterschiedlichen Schicksale der Jugendliche gehen und wi e sehr er sich für jeden von ihnen einsetzt.
Das Buch bewegt, ganz klar: Für sein Schicksal ist man nicht immer allein verantwortlich, manchmal braucht es ganz besondere Menschen, die einen auf den Weg führen, einen begleiten. Freunde, die für einander da sind, mit einem lachen und weinen. Genau das zeigt das Buch auf durchaus unterhaltsame Weise, selbst wenn es an manchen Stellen wirklich auch traurig ist. Am Ende ist man einfach sehr berührt, dass Gabor „geläutert“ ist und erkannt hat, was im Leben wirklich zählt.

Fazit:
Ein Buch, das bewegt. Man kann es kaum zur Seite legen. Ein Geschenk für „Traumtänzer“, die noch nicht begriffen haben, was im Leben wirklich zählt.

Bewertung: *****

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