Silicon Wahnsinn (Katja Kessler)

Ein Jahr USA mit der Großfamilie

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Eigentlich bin ich kein Fan von Katja Kessler (wenn ich sie z.B. in Talkshows erlebe), aber die Bücher und Kolumnen von ihr haben mir bisher immer gut gefallen. So musste ich auch unbedingt dieses Buch lesen….

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Silicon Wahnsinn“ von Katja Kessler ist im Marion von Schröder Verlag als Hardcover Buch erschienen. Es hat 442 Seiten. Das Titelbild ist wie ein Comic gestaltet. Katja Kessler im Portraitfoto in ein Cabriolet modelliert mit ihren vier Kindern als Mitfahrern, Kühlschrank, Standuhr inclusive. Im Hintergrund die Golden Gate Brücke und eine Sonne. Schon allein das Titelbild wirkt etwas chaotisch, so wie man sich einen zeitweiligen Umzug in ein anderes Land mit vier Kindern und einem Hausstand vorstellen kann.

Kurze Zusammenfassung:
Katja Kesslers Mann, Kai Diekmann, Chefredakteur und Gesamtherausgeber der Bild-Gruppe muss für ein Jahr nach Silicon Valley. Schnell ist sich die 6köpfige Familie einig: Wir gehen zusammen. Zunächst geht die Planung los. Ein Haus wird gesucht, eine Schule gefunden, der Hausstand in Deutschland geregelt. Welches Haustier kommt mit? Wer pflegt die zurückgebliebenen Tiere und das Haus. Der Umzug erfolgt schneller als gedacht, da die Kinder ein gesamtes Schuljahr in den USA verbringen werden. So reist die Mutter alleine mit ihren vier Kindern ins unbekannte Land. Auch während des gesamten Aufenthaltes ist sie meist auf sich alleine gestellt, denn der Ehemann nächtigt in einer Wohngemeinschaft mit Kollegen, näher am Arbeitsplatz.
Was auf einen mit vier Kindern im Ausland zukommt, kann man ja schon erahnen, was dann aber wirklich alles passieren kann, das kann man in diesem Buch Seite für Seite miterleben….

Mein Leseeindruck:
Katja Kesslers Sprachstil ist locker, flockig und mit ganz viel Witz gespickt. Man merkt, dass sie vieles mit Humor nehmen muss, um ihre Familie zu „coachen“, sonst würde das Chaos komplett über sie hineinbrechen. Ihr Jahr in den USA ist im Tagebuchstil zusammengestellt, liest sich aber eigentlich wie ein Roman. Das Buch ist in 8 „Teile“ untergliedert und hier wiederum in Tage und Zeitangaben unterteilt. Fotos, passend zum Thema, lockern den Text auf, ohne den Erzählverlauf zu unterbrechen oder zu stören. Im Gegenteil, die Fotos passen gut zur jeweiligen Situation. Manchmal machen sie Lust auf mehr… Katja Kessler gelingt es, ein unterhaltsames Bild einer Großfamilie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (aber doch nicht immer: wenn man Fahrerlaubnisse und Visen immer wieder erneuern muss, manchmal auch mit besonderen Maßnahmen, wie kurzzeitige Aus- und Wiedereinreisen) zu geben. Oftmals wartet man beim Lesen schon auf die nächste Katastrophe, die sich anbahnt und die mit viel Geduld und Humor gemeistert wird.

Störend im Erzählstil wirkt nur manchmal das „Schatzi“ (Kosename des Ehemannes) …

Fazit:
Wer vorhat, ein Jahr mit der Familie im Ausland zu verbringen, der hat hier einen lustigen „Ratgeber“, der nicht nur unterhaltsam ist, sondern auch gleichzeitig informiert in der Form: So kann man es machen, aber es gibt sicherlich auch einfachere Wege. Aber auch wer sich einfach nur gut unterhalten lassen möchte, der kann sich mit diesem Buch ein paar Stunden mit einem Lächeln im Gesicht zurücklehnen und lesend genießen. Denn das, was alles passiert, passiert anderen und nicht dem/der Leser/in und das ist gut so.

Bewertung: *****

Drei Tage Manhattan – Begleitung gesucht (Tasmina Perry)

Unterhaltsame leichte Romanze für gemütliche Stunden in der Weihnachtszeit

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Beschreibung des Buches:
Das Buch „Drei Tage Manhattan – Begleitung gesucht“ ist im Bloomsbury-Verlag als Groß- Taschenbuch erschienen. Es hat 430 Seiten. Auf dem Titelbild ist eine Winterlandschaft mit einem gemeinsam schlenderndem Paar zu sehen. Das Buch ist ganz in Weiß gehalten, nur das Paar ist leicht farblich (dunkel) abgesetzt. Das Titelbild alleine hätte mich nicht angesprochen….

Kurze Zusammenfassung:
Es ist kurz vor Weihnachten. Amy ist Tänzerin und jobbt in einem Restaurant. Sie lebt in London. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von New York. Als sie einen Heiratsantrag von ihrem Freund Daniel erwartet, der leider ausbleibt, flieht sie aus der Beziehung. Da kommt ihr eine Zeitungsanzeige von der älteren Georgia gelegen, die eine Begleitung für drei Tage Manhattan sucht. Während des Aufenthaltes in Manhattan erzählt Georgia von ihrer ersten großen Liebe im London der 50er Jahre.

Mein Leseeindruck:
Während ihrer Reise nähern sich die zwei Frauen an, obwohl sie unterschiedlichen Generationen angehören, haben sie sich doch ähnliches aus ihrem Liebesleben und –leid zu berichten. In einem Perspektivenwechsel , Amys Leben im Jahr 2012 in London und Georgias Aufenthalte in London in den 50er Jahren, wird dieser Roman erzählt. Zunächst fängt die Geschichte im Dezember 2012 an. Als sich die zwei Frauen, Amy und Georgia, auf die Reise nach Manhattan machen, wechselt die Perspektive in die 50er Jahre, in denen Georgia im heiratsfähigen Alter in London Partys und Bälle besucht, um in die Gesellschaft eingeführt zu werden.
Das teilweise glamouröse Leben der betuchteren Gesellschaft im London der 50er Jahre ist geprägt von viel Schein und Sein. Man bleibt gerne unter sich und sucht deshalb die Verbindung mit dem anderen Geschlecht in der gleichen Gesellschaftsschicht. Da haben es Außenstehende schwer, so auch Georgia.
Die Autorin schreibt sehr detailliert. Man fühlt sich beim Lesen in diese Zeit hineinversetzt. Die Partys, die Bälle und die jungen Leute, alles kann man sich gut vorstellen. Manchmal möchte man ins Geschehen eingreifen, die Partys und Bälle miterleben….
Der Aufenthalt in Manhattan ist mir etwas zu kurz geraten. Gerne hätte ich etwas mehr über den Flair und die weihnachtliche Stimmung dieser Großstadt erfahren, denn von einem Besuch Manhattans in der Adventszeit habe ich schon immer geträumt.

Fazit:
Ein leichtes Buch für gemütliche Stunden in der Adventszeit. Es hat alles, was es zum entspannten Lesen braucht: Familiengeschichte, Liebesgeschichte, Londoner Flair der 50er Jahre, New York in der Weihnachtszeit.

Bewertung: ****

Winterfunkeln (Mary Kay Andrews)

Winterweihnachtsbuch für gemütliche Stunden

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In der Vorweihnachtszeit lese ich gerne Bücher, die Winter und Weihnachten zum Thema haben. Das Titelbild dieses Buches hatte mich angezogen…

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Winterfunkeln“ von Mary Kay Andrews ist im Fischer Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 283 Seiten. Das Titelbild ist weihnachtlich. Ein Fenster mit Blick auf winterliche Bäume, weihnachtlicher Fensterschmuck und Geschenke mit Geschenkpapierrollen schmücken die Titelseite. Das alles passt gut zum Inhalt des Buches mit dem Thema „Weihnachten“. Das zweite Thema in diesem Roman, die Hochzeit, wird hier nicht bildlich dargestellt.

Die Autorin Mary Kay Andrews hat bereits ein Jahr zuvor eine Winterweihnachtsgeschichte veröffentlicht und sie hat schon mehrere „Sommer“ Romane geschrieben.

Kurze Zusammenfassung:
Eloise will an Weihnachten ihren Daniel heiraten, Bebe ist mit Harry zusammen, mit dem sie ein Kind um Weihnachten herum erwartet. Beide leben in der Kleinstadt Savannah. Die Hochzeitsvorbereitungen sind in vollem Gange, da reist Eloise nach New York um Daniel zu besuchen, der dort für kurze Zeit als Koch in einem Restaurant arbeitet. Die Tage in New York werden turbulent. Zur selben Zeit kümmert sich Bebe um Eloises Hund und überwacht den Umbau ihres und Harrys neuen Heimes. Wird alles bis zur Hochzeit und der Geburt des Kindes fertig sein?

Mein Leseeindruck:
Die Hauptfiguren Eloise und Bebe sind Freundinnen, von ihnen handelt bereits ein Weihnachtsroman der Autorin, trotzdem kann man sich gut in die Geschichte hineinlesen, auch wenn man den Vorgängerroman nicht gelesen hat. Hochzeit und Geburtstermin an Weihnachten, das ist schon etwas Besonderes und verleiht der Geschichte einen besonderen Charme. Die Hochzeitsvorbereitungen, die Unterstützung der Familie und der Freundin sind liebevoll beschrieben. Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Form von Eloise und Bebe erzählt, so ist man als Leser ganz nah am Geschehen dran, erlebt die Ängste und Gefühle der Protagonistinnen hautnah mit. Gewürzt ist der Roman mit Humor, Spannung und Gefühlen. Auch wenn die Geschichte schnell Lösungen bietet, auch etwas seicht ist, so ist das für die Winterzeit ein Roman der unterhält und mit dem man sich eingekuschelt in eine Decke bei einer Tasse Tee für ein paar Stunden verzaubern lassen kann.

Der Nebenschauplatz New York: New York in der Adventszeit, das kann man sich so richtig vorstellen. Schon die Beschreibungen der Einkaufsstraßen, des Central Parks und der Stimmung im winterlichen New Yorkmachen Lust auf eine Reise in diese tolle Stadt.

Fazit:
Ein Buch für die Adventszeit, leichte Themen, Humor, Spannung und Gefühle, was will man mehr, wenn man ein Buch sucht, bei dem man für ein paar Stunden ausspannen kann?

Bewertung: ****

Bestattungsfragen. Elfriedes zweiter Fall: Ein Taunus-Krimi (Veronika Aydin, Kerstin Klamroth)

Sympathische, aber etwas skurrile Ermittlerin aus dem Vordertaunus

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Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Bestattungsfragen“ des Autorenduos Veronika Aydin und Kerstin Klamroth ist im Sutton Krimi Verlag erschienen. Er umfasst 213 Seiten. Der Krimi spielt im Rhein-Main-Gebiet; Hofheim und Frankfurt. Es ist der zweite Krimi um die Ermittlerin Elfriede von diesem Autorenduo.

Das Titelbild ist eine Art Piktogramm. Es zeigt eine schwarz gezeichnete Frau mit einem Hund an der langen Leine auf weißem Hintergrund. Der Titel „Bestattungsfragen“ ist in rot/schwarzer Schrift geschrieben. Titelbild und Titel passen gut zum Inhalt, haben einen Wiedererkennungswert mit dem ersten Fall.

Kurze Zusammenfassung:
Elfriede, alleinerziehend, ist Ermittlerin. Sie wohnt mit ihrem Sohn Oliver in einem Stadtteil von Hofheim. Weil der Pflegehund Hugo erkältet ist, macht Elfriede einen Besuch bei ihrem Freund Bruno, Tierbestatter, um ihn um Rat zu bitten. Bruno findet in Elfriedes Beisein gerade die Leiche einer jungen Frau in seiner Gefriertruhe. Elfriede hat ihrer Freundin Carmen, Polizistin, eigentlich versprochen, sich aus der polizeilichen Arbeit herauszuhalten, als aber ein Ehepaar ihr den Auftrag erteilt, ihr verstorbenes Kaninchen, das bei Bruno bestattet werden sollte und verschwunden ist, zu suchen, vermischen sich die Ermittlungen.

Mein Leseeindruck:
Ein zweiter Taunus-Krimi mit der Ermittlerin Elfriede, da musste ich doch wieder zugreifen, habe ich doch auch all die anderen Taunuskrimis gelesen. Es gibt mittlerweile schon einige literarische Ermittler im Taunus, aber die Ermittlerin in diesem Krimi unterscheidet sich sehr von den Kriminalisten, die man hier in der Gegend schon kennt. Sie ist Anfang vierzig, alleinerziehend, war 15 Jahre „nur“ Hausfrau und hat einen Sohn im pubertierenden Alter. Die Schauplätze, Elfriedes Wohnort im beschaulichen Ortsteil Lorsbach, und die Personen sind sehr anschaulich beschrieben. Die Ermittlungsarbeit der „Detektivin“ Elfriede ist manchmal sehr eigenwillig und oftmals dem Zufall überlassen, ohne dass sie ein wirkliches Konzept zu haben scheint. Dadurch wirkt sie etwas schrullig, aber nicht unsympathisch. Manchmal mag man eingreifen und Elfriede vor Schwierigkeiten bewahren. Viele Vorkommnisse wirken skurril, aber das macht diesen Krimi aus. Ein Bestattungsinstitut für Tiere, ein erkälteter Hund, ein verliebter Teenager, ein verschwundenes totes Kaninchen und noch einige andere ungewöhnliche Themen für einen Krimi, das ist schon das Besondere an diesem sehr humorvollen Krimi. Man schmunzelt sich durch das ganze Buch und rätselt mit – wer ist der Täter?

Fazit:
Dieser Krimi ist lustig (an den richtigen Stellen aber auch spannend), hat aber auch alles, was ein Krimi haben muss. Ich habe mich beim Lesen doch ab und an sehr amüsiert. Wer einen kurzweiligen, nicht zu langen, Krimi aus dem Taunus sucht, ist hier gut aufgehoben.

Bewertung: ****

Der Club der Traumtänzer (Andreas Izquierdo)

Was im Leben wirklich zählt…

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Schon das Titelbild des Buches „Der Club der Traumtänzer“ und der Klappentext hatten mich neugierig gemacht…

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Der Club der Traumtänzer“ Andreas Izquierdo ist im DuMont-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 445 Seiten. Das Titelbild ziert eine gelbe Mondsichel auf blauem Sternenhimmel. Sechs Personen, ein Mann und fünf Kinder, tanzen auf dem Mond. Dieses Bild passt sehr gut zum Inhalt des Buches.
Der Autor Andreas Izquierdo ist mir bereits durch den Roman „Das Glücksbüro“ bekannt.

Kurze Zusammenfassung:
Gabor Schöning arbeitet erfolgreich in einer Unternehmensberatung. Er sieht gut aus, hat wechselnde Frauenbekanntschaften und ist ein guter Tänzer. So kann man kurz sein Leben beschreiben, das sich nach einem Autounfall gänzlich ändert. Sein „Unfallopfer“, eine Schuldirektorin einer Sonderschule, hat einen speziellen Auftrag für ihn. Er soll einer kleinen Gruppe von Schülern (drei Jungen und zwei Mädchen) das Tanzen beibringen. Im Gegenzug will sie ihn nicht anzeigen. Zunächst nimmt Gabor die Sache nicht ernst, doch nach und nach nehmen ihn der Tanzunterricht und die Jugendlichen immer mehr ein. Das Schicksal jedes einzelnen Schülers lässt ihn nicht kalt.

Mein Leseeindruck:
Die Hauptfigur Gabor ist einem als Leser zunächst unsympathisch. Ein Mann, der sich nimmt, was er bekommen kann, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Workaholic, sein einziges Hobby ist das Tanzen, was er aber auch zumeist allein in seiner schicken Penthauswohnung praktiziert. Die ersten Seiten des Romans sind zunächst recht lustig. An manchen Stellen kann man durchaus schmunzeln.
Als Gabor Verantwortung für fünf Schüler übernehmen soll, ist er zunächst sehr zurückhaltend und unzuverlässig, wie man es schon erwarten konnte. Doch so nach wird Gabor dem Leser sympathisch, er ist berührt vom Schicksal jedes einzelnen Schülers. Durch die Gemeinsamkeit des Tanzens gehen auch die Schüler aus sich heraus. Der Protagonist Gabor macht eine Entwicklung durch, die man am Anfang nicht vermutet hätte. Dem Autor gelingt es, den Leser zu fesseln. Man ist berührt, wie intensiv sich Gabor immer mehr um seine Schützlinge kümmert, wie nahe ihm die unterschiedlichen Schicksale der Jugendliche gehen und wi e sehr er sich für jeden von ihnen einsetzt.
Das Buch bewegt, ganz klar: Für sein Schicksal ist man nicht immer allein verantwortlich, manchmal braucht es ganz besondere Menschen, die einen auf den Weg führen, einen begleiten. Freunde, die für einander da sind, mit einem lachen und weinen. Genau das zeigt das Buch auf durchaus unterhaltsame Weise, selbst wenn es an manchen Stellen wirklich auch traurig ist. Am Ende ist man einfach sehr berührt, dass Gabor „geläutert“ ist und erkannt hat, was im Leben wirklich zählt.

Fazit:
Ein Buch, das bewegt. Man kann es kaum zur Seite legen. Ein Geschenk für „Traumtänzer“, die noch nicht begriffen haben, was im Leben wirklich zählt.

Bewertung: *****

Makrofotografie: Der große Fotokurs (Kyra Sänger)

Beeindruckende Fotos, ausführliche Erklärungen zu Grundlagen und besonderen Techniken

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Nach und nach wird man vom Gelegenheitsfotografen zum echten Hobbyfotografen, da darf die Makrofotografie nicht fehlen. Weil wir derzeit noch wenig bis gar keine Erfahrung mit dieser Art der Fotografie haben, suchten wir nach einem Buch/Fotokurs. Aus diesem Grund haben wir uns für dieses Buch entschieden.

Beschreibung des Buches:
Der Vierfarben Verlag, in dem dieses Buch erschienen ist, hat sich spezialisiert auf Sachbücher über Computer und Fotografie. Das Buch ist als Hardcover (inclusive Lesezeichenbändchen) erschienen und hat 374 Seiten. Es ist unterteilt in 11 Kapitel und einem Anhang, in dem Zubehör vorgestellt und ein Glossar angegliedert ist.

Kurzer Überblick:
Zunächst werden im ersten Kapitel die fototechnischen Grundlagen der Makrofotografie erläutert. Darüber hinaus gibt es Kapitel über die kreative Gestaltung von Nahaufnahmen, über Pflanzenfotografie, Tierfotografie, Fotografie unterwegs, Heimstudio Fotografie, Spielereien mit Farbe und Struktur, Reisefotografie, Panorama und HDR-Fotografie, einen Ausflug in den Makrofilm und ein Kapitel befasst sich mit der Überarbeitung von Makrofotos.

Eigener Eindruck:
Das Buch besticht mit seinen beeindruckenden Fotografien. Auf jeder Seite befinden sich beispielhafte Fotos, die die Erklärungen dazu veranschaulichen. Das Buch hat den großen Vorteil, dass man durch den strukturierten Aufbau der unabhängigen Kapitel nicht das ganze Buch von vorne bis hinten durcharbeiten muss, sondern sich gezielt die gerade interessanten Kapitel heraussuchen kann. Diese bauen nicht unbedingt aufeinander auf. Man kann die Kapitelauswahl als eine Art Nachschlagewerk einsetzen. Denn es lässt sich u. Umständen auch ganz gezielt ein „Problem“ bzw. eine konkrete „Aufgabe“ lösen, da hier sehr intensiv auf das jeweilige Thema eingegangen wird.

Wie das bei Büchern im Vierfarben-Verlag üblich ist, hat jedes Kapitel eine eigene Kapitelfarbe am oberen Seitenrand, die man auch recht gut zum Wiederfinden am Buchschnitt erkennen kann. Das erleichtert das Finden bekannter Kapitel.

Die Kapitel sind immer ähnlich aufgebaut: Zunächst gibt es einen Überblick mit vielen verschiedenen beeindruckenden Fotos über das Thema. Dann folgt meist eine Übung (mit Einstellvorschlägen für die Kamera), die oftmals ausführlich bebildert ist.

Häufig gibt es dann auch noch Hintergrundinformationen zum Thema. An Tipps (im farblich abgesetzten Kasten) mangelt es auch nicht. Besonders gut finden wir die Bebilderung vom Aufbau der Kamera und dem Motiv. Zu Tieren und Pflanzen gibt es zahlreiche Tabellen, sei es Jahreszeitentabellen als auch Tages-/Aktivitäts-tabellen. Infokästen runden das Gesamtbild eines Kapitels ab.

Fazit:
Das Buch beeindruckt mit seinen Fotos und den ausführlichen Beschreibungen, nicht allein nur zur Fotografie, sondern auch zum zu fotografierenden Element. Schade nur, dass es etwas Insekten-lastig ist (man merkt das schon beim Durchblättern). Ein paar weitere Motivideen und deren Umsetzung hätten uns gefreut. Das Kapitel um das Heimstudio hätte noch etwas umfangreicher ausfallen können, insbesondere auf schnelle und einfache (improvisierte) Möglichkeiten zur Motivgestaltung. Die gesammelte Hintergrundinformation ist enorm, da kann man sehr viel über Pflanzen und Tiere erfahren, was man noch nicht gewusst hat. Alles in allem hat dieses Buch einen Mehrwert für alle Interessierten, die sich mit der Makrofotografie beschäftigen möchten.

Bewertung: *****