Schulsachen: Elfriedes erster Fall. Ein Taunus-Krimi (Veronika Aydin und Kerstin Klamroth)

Sympathische, aber etwas schrullige hausmütterliche Ermittlerin im Vordertaunus

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Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Schulsachen“ des Autorenduos Veronika Aydin und Kerstin Klamroth ist im Sutton Krimi Verlag erschienen, der schon mehrere Frankfurt-Krimis in einem Wiedererkennungsdesign herausgegeben hat. Er umfasst 216 Seiten. Der Krimi spielt in der Kreisstadt Hofheim des Main-Taunus-Kreises. Es ist der erste Krimi um die Ermittlerin Elfriede und des Autorenduos.

Das Titelbild ist eine Art Piktogramm. Es zeigt eine weiß gezeichnete Frau mit roten Fußspuren auf schwarzem Grund. Der Titel „Schulsachen“ ist in roter Kreideschrift geschrieben. Titelbild und Titel passen gut zum Inhalt.

Kurze Zusammenfassung:
Elfriede, alleinerziehend, ist Ermittlerin. Als auf dem Gelände eines Gymnasiums in Hofheim ein Schüler tot aufgefunden wird, wendet sich der Vater des Jungen an Elfriede, sie soll den Mörder finden. Obwohl in ihrem Privatleben doch so einiges schief läuft, macht sich Elfriede, unterstützt von Freundin Carmen, die bei der Polizei arbeitet, und Tante Ingeborg, die sich kurzfristig um den Haushalt kümmert, auf die Suche nach dem Mörder. Dabei hat sie manchmal recht ungewöhnliche Untersuchungsmethoden.

Mein Leseeindruck:
Ein Taunus-Krimi, da musste ich doch zugreifen, lebe ich doch im Main-Taunus-Kreis. Zunächst war ich recht skeptisch, gibt es doch mittlerweile so einige „Ermittler“ im Taunus und im Frankfurter Raum. Und einige Autoren/innen sind doch schon so bekannt, dass es Neulinge schwer haben Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Auch im Sutton Krimi Verlag gibt es mittlerweile eine „Frankfurter Ermittlerin“, die schon den ein oder anderen Fall gelöst hat. Die habe ich übrigens auch schon alle gelesen, auch die Krimis der anderen „bekannten“ Autoren/innen im Rhein-Main-Gebiet sind mir bestens bekannt.
Die Ermittlerin in diesem Krimi unterscheidet sich aber doch sehr von den Kriminalisten, die man hier in der Gegend schon kennt. Sie ist Anfang vierzig, alleinerziehend, war 15 Jahre „nur“ Hausfrau und hat einen Sohn im pubertierenden Alter.
Die Schauplätze, Elfriedes Wohnort im beschaulichen Ortsteil Lorsbach, sind sehr anschaulich und hautnah beschrieben. Die Autorinnen scheinen sich in der Gegend gut auszukennen. Die Namen der Schulen natürlich frei erfunden. Die Ermittlungsarbeit der Neuermittlerin sind manchmal sehr eigenwillig und oftmals dem Zufall überlassen, ohne dass sie ein wirkliches Konzept zu haben scheint. Dadurch wirkt sie etwas schrullig, aber nicht unsympathisch. Das Thema Schule, Schüler, Mobbing fand ich gut gewählt. Die Spuren, die vom Autorenduo gelegt wurden, ließen einem beim Lesen miträtseln.

Fazit:
Ich habe mich beim Lesen doch ab und an sehr amüsiert, war teilweise etwas überrascht, wie leicht Elfriede Zutritt zu Wohnungen und verschlossenen Räumen bekam und fand den Krimi dadurch nie langweilig. Wer einen kurzweiligen, nicht zu langen, Krimi aus dem Taunus sucht, ist hier gut aufgehoben. Bin gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird.

Bewertung: ****

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