Vergiss mein nicht: Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und ich meine Eltern neu entdeckte (David Sieveking)

Ein Sohn kehrt zurück, um mit seiner an Alzheimer erkrankten Mutter zu Leben

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Beschreibung des Buches:
Der Filmemacher David Sieveking hat ein Buch (und einen Film) über seine Mutter geschrieben, die im Alter an Alzheimer erkrankte. Das Buch ist als Hardcover im Herder Verlag erschienen und umfasst 238 Seiten in 15 Kapiteln unterteilt.

Auf dem Titelbild ist der Autor mit seiner Mutter zu sehen, wie sie unter freiem Himmel mit ausgestreckten Armen den Sonnenschein genießen.

Kurze Zusammenfassung:
Als die Mutter von David Sieveking, der Mitte 30 ist, an Alzheimer erkrankt, ändert sich alles im Leben der Familie. Als jüngster Sohn der Familie und noch ohne eigene Kinder fühlt sich David verantwortlich für seine Eltern. Er zieht zu ihnen zurück und kümmert sich liebevoll um seine Mutter. Zuhause und auch im Krankenhaus ist er Tag- und Nacht im Einsatz, um seinen Vater zu unterstützen und der Mutter die bestmögliche Pflege zukommen zu lassen. Immer wieder trifft er auf Ärzte, die die Krankheit der Mutter nicht diagnostizieren und sie falsch behandeln. Ihr Zustand verschlechtert sich dadurch immer mehr.
Da er Filmemacher ist, kommt ihm die Idee, das Leben der Mutter mit ihrer Krankheit zu filmen. Und so kommt parallel zum Buch auch noch ein Film dabei heraus.

Mein Leseeindruck:
Das Buch habe ich gelesen, da ich Eltern im gleichen Alter wie der Autor habe. Man macht sich so seine Gedanken, wie man als Kind irgendwann seine Eltern eventuell unterstützen muss, wenn sie sich nicht mehr selbst versorgen können. Kommt dann noch eine so heimtückische Krankheit wie Alzheimer hinzu, dann wird es umso schwerer.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so berührt war ich von den Beschreibungen. Der Autor berichtet vom Leben vor und während der Krankheitsphase seiner Mutter. Zunächst ist es ein langer Weg, die Krankheit Alzheimer zu diagnostizieren. Immer wieder trifft man dabei auf Ärzte, die andere Ursachen des Gedächtnisverlustes der Mutter diagnostizieren. Das macht mürbe, aber David Sieveking gibt nicht auf. Schließlich steht fest, die Mutter hat Alzheimer. Es besteht keine Hoffnung der Heilung.

Während der Krankheitsphase seiner Mutter fallen ihm die schönen Erlebnisse mit ihr ein. Bei jeder noch so kleinen Geste und Bemerkung seiner Mutter erinnert er sich an das frühere Leben mit seiner Familie. Auch als es der Mutter immer schlechter geht und sie durch ihre Krankheit fast gar nicht mehr weiß, wer er ist, zeigt der Sohn seine ganze Liebe. Sei es im Krankenhaus als auch zuhause, Sieveking ist stets im Einsatz, seiner Mutter besonders auch die letzten Tage ihres Lebens so angenehm, wie es nur geht, zu machen. Auch die Beschreibung seiner Gefühle kommt nicht zu kurz und gehen einem beim Lesen sehr nahe.

Fazit:
Dieses Buch ist absolut lesenswert. Es kann jeden von uns treffen, sei es als Familienangehöriger oder auch als Patient. Hier im Buch werden nicht nur die negativen Seiten der Krankheit beschrieben, sondern besonders der nette und liebevolle Umgang der ganzen Familie mit der Erkrankten. Das Buch macht Mut !

Bewertung: *****

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