Liebe ist nichts für Feiglinge (Kristine Gasbarre)

Wann merkt man, dass es Liebe ist?

P1030958

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Liebe ist nichts für Feiglinge“ von Kristine Gasbarre ist ein Erstlingswerk. Es ist im List-Verlag erschienen und umfasst 279 Seiten.

Es handelt sich um eine Art Tatsachenerzählung in Romanform. Die Autorin hat anscheinend ihre eigenen Erlebnisse aufgeschrieben und daraus einen Roman verfasst.

Bei dem mir vorliegenden Buch handelt es sich um ein Taschenbuch Das Titelbild passt sehr gut zum Inhalt. Es zeigt ein Foto (Weichzeichnung) Paar im Ruderboot auf einem Gewässer durch den Blick eines Fensters mit einem Teekessel im Vordergrund.

Den Buchschnitt ziert ein buntes und dekoratives Muster.

Kurze Zusammenfassung:
Kristine, Ende Zwanzig, sucht nach der Liebe. Sie befindet sich noch auf der Suche nach dem richtigen Beruf. Von einem Auslandsaufenthalt in Europa, sie lebt in den USA, kommt sie Heim, weil ihr Großvater im Sterben liegt. Sie unterstützt ihre Großmutter und begleitet den Großvater beim Sterben. Während dieser Zeit kommt sie ins Gespräch mit ihr. Kristine fragt sich: „Wie merkt man, dass es Liebe ist ?“ In zwölf Kapiteln
1. Du musst wissen, wenn du sagst: Ich liebe Dich.
2. Lerne zuzuhören
3. Bekomm dein eignes Leben in den Griff
4. Weiß er, was er aus seinem Leben machen will?
5. Unterstütze ihn bei der Arbeit
6. Verlier dich nicht
7. Du musst verzeihen können
8. Du bist der Hauptgewinn
9. Erkenne eine offene Tür
10. Liebe durch bloße Existenz
11. Geht nie im Zorn auseinander
12. Sei aufrichtig

kommt Kristine der Liebe auf die Spur. Sie lernt einen Arzt kennen, den die ganze Familie sehr nett findet. Gleichzeitig lässt sie sich auf einen jungen Studenten ein. Wer ist der Richtige. Spürt man es? Wie muss die Beziehung gelebt werden? Und viele andere Fragen begleiten Kristine und ihre Großmutter durch das Buch.

Mein Leseeindruck:
Mir hat der Erzählstil der Autorin sehr gut gefallen. Die Idee „Was ist Liebe?“ in einen Roman zu packen, finde ich gelungen. Dass die Autorin das Thema mit Ratgeber Großmutter aufgegriffen hat, wurde prima umgesetzt. So hat die Großmutter doch schon viel in Sachen Liebe erlebt und fast das ganze Leben mit einem Mann verbracht. Sie vermittelt der Enkelin viele Gefühle und berichtet so Einiges aus dem Zusammenleben des Ehepaares. Das Buch liest sich wie ein Roman und hat doch Einiges an Lebensweisheiten zu bieten.

Fazit
Ein lesenswertes Buch für Frischverliebte, Junggebliebene und auch der älteren Generation. Es kommt nicht als Ratgeber rüber, regt aber zum Nachdenken an. Ich habe es gerne gelesen.

Bewertung: ****

Der Leuchtturmwärter: Kriminalroman (Ein Falck-Hedström-Krimi, Band 7) (Camilla Läckberg)

Ein Familiengeheimnis auf der Leuchtturminsel und ein Mord

P1030913

Beschreibung des Buches:
Der schwedische Krimi „Der Leuchtturmwärter“ von Camilla Läckberg ist im list-Verlag als Hardcover-Buch erschienen. Er gehört zu einer Reihe von Krimis um den Kommissar Patrik Falck im kleinen schwedischen Fischerdorf Fjällbacka. Das Buch umfasst 475 Seiten. Die Handlung spielt hauptsächlich in Schweden.

Das Titelbild ist für einen Krimi ansprechend gestaltet. Ein Ausblick aus einem verlotterten Fenster mit Blick auf einen Strand, ein kleines Schaukelpferd und plastisch hervorgehobene Blutstropfen.

Kurze Zusammenfassung:
Annie ist mit ihrem Sohn Sam auf ihre Heimatinsel geflohen. Dort besucht sie ihr Jugendfreund Mats. Tage später wird er tot in seiner Wohnung aufgefunden. Erica Falck und ihr Mann der Kommissar Patrik Falck sind Eltern von Zwillingen geworden. Patrik muss im Fall des Toten Mats ermitteln, seine Frau hat alle Hände voll zu tun mit den Babys und ihrer Schwester, die bei einem gemeinsamen Unfall ihr ungeborenes Kind verloren hat und kaum ansprechbar vor lauter Trauer ist.

Mein Leseeindruck:
Dies ist mein erster Krimi, den ich von dieser Autorin gelesen habe. Schon das Titelbild sprach mich an. Außerdem mag ich schwedische Krimis.
Die Autorin führt zu Beginn und auch im Laufe des Buches eine ganze Menge Personen in die Geschichte ein. Die meisten Kapitel spielen in der Gegenwart. Einige Kapitel beschreiben das Leben auf der Insel in den Jahren um das Jahr 1871 herum.

Von Anfang an ist der Krimi spannend. Durch die Rückblicke bekommt man den Eindruck, dass es ein Familiengeheimnis gibt. Allerdings haben mich die vielen Namen zunächst eher verwirrt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die Zusammenhänge erkennen konnte.

Der Sprachstil der Autorin bzw. die Übersetzung spricht mich an. Die Beschreibung der einzelnen Szenen ist sehr genau und bildhaft. Man kann sich alles sehr gut vorstellen.

Der Kriminalfall ist spannend konstruiert und nicht zu grausam in den Tatdetails. Die vielen Handlungsstränge kommen im Laufe der Geschichte zusammen und so langsam hat man sich dann auch an die handelnden Personen gewöhnt und kann sie der Geschichte zuordnen.

Spannung ist im ganzen Krimi vorhanden. Man kann das Buch kaum weglegen. Am Ende ist man fast traurig, da man den ermittelnden Kommissar samt Familie lieb gewonnen hat.

Fazit:
Ein schwedischer Krimi, wie ich ihn liebe. Das Ermittlerteam ist liebenswert und die familiären Aspekte kommen nicht zu kurz. Ich kann den Krimi voll und ganz empfehlen.

Bewertung: *****

Die Landkarte der Liebe (Lucy Clarke)

Gefühlvoller und spannender Roman um zwei Schwestern und die Liebe

P1030955

Beschreibung des Buches:
Der Roman „Die Landkarte der Liebe“ ist im Piper Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 350 Seiten. Auf dem Titelbild ist ein zerschlissenes Foto mit einer jungen Frau und Orchideen auf türkisem Hintergrund zu sehen. Alles zusammen wird mit einer Kordel gehalten.
Kurze Zusammenfassung:
Mia und Katie sind Schwestern und Anfang bzw. Mitte zwanzig Jahre alt. Sie leben bei London. Die Mutter ist nach schwerer Krankheit verstorben. Vom Vater lebten sie getrennt. Nach dem Tod der Mutter bewohnen sie gemeinsam eine Wohnung. Mia macht sich auf eine Weltreise. Nach einigen Monaten bekommt Katie, die Ältere der Schwestern, einen Anruf, dass Mia auf Bali bei einem Klippensturz verstorben ist. Geblieben sind ihr ein Rucksack und Mias Tagebuch. Katie kann den Tod nicht fassen und glaubt nicht an einen von der Polizei bestätigten Selbstmord. Sie macht sich mit Hilfe des Tagebuches und ihres Freundes Ed auf die Spuren von Mia und ihrer Reise. Dabei macht sie erstaunliche Entdeckungen.

Mein Leseeindruck:
Wer hier einen einfachen Liebesroman erwartet hat, der wird sich wundern. Dieses Buch hat alles: Liebe, Gefühle, Spannung, Familiengeheimnisse.

Mich hat das Buch von Anfang an fasziniert. Zunächst ist der Aufbau des Romans sehr interessant. Der gestaltet sich wie folgt: Zuerst ein Kapitel aus Katies Sicht der Dinge zum aktuellen Zeitpunkt. Sie erfährt vom Tod der Schwester. Dann schließen sich die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Mia vor ihrem Tod auf ihrer Weltreise und ihrer Schwester Katie an. Die Passagen aus dem Tagebuch werden nicht „vorgelesen“ sondern es gibt einen Rückblick auf Mias Erlebnisse und ihre Gefühle während ihrer Reise. Katie wandelt dann zum aktuellen Zeitpunkt auf Mias Spuren immer mit Hilfe des Tagebuches. Dabei kommen Dinge zu Tage, die man nicht für möglich gehalten hat.

Man taucht beim Lesen tief in die Gefühlswelt der beiden Schwestern ein. Die Landschaften in denen sich der Roman abspielt unterstützen das Ganze. Zunächst geht die Reise in den Westen der USA. Dann nach Hawaii, Australien, Bali. Immer wieder lernt man beim Lesen die unterschiedlichsten Gegebenheiten vor Ort kennen und auch lieben. Man kann sich alles sehr gut vorstellen.

Die Gefühlswelt der beiden so unterschiedlichen Schwestern wird sehr stark von der Autorin herausgearbeitet. Auch die ziemlich großen Unterschiede, die zwischen den Schwestern herrschen, werden sehr gut dargestellt: Katie, die Ältere, Besonnene, Planende, Verantwortungsbewusste. Mia, die in den Tag hineinlebt, von der Liebe getragen wird und immer gleich ihrem ersten Instinkt folgt.

Bei jedem neuen Detail, welches im Laufe der Geschichte herauskommt, leidet man als Leser mit. Man möchte die Schwestern aufrütteln, ihnen beistehen.

Das Ende versöhnt. Der Kreis schließt sich. Man kann sich von den Hauptfiguren langsam verabschiede ohne selbst zu sehr zu leiden.

Fazit:
Ein sehr gefühlvoller und absolut spannender Roman über zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ich fühlte mich richtig hineinversetzt in die Geschichte und konnte mir alle Details sehr gut vorstellen. Ein sehr großes Lesevergnügen, das noch lange nach dem Fertiglesen anhält.

Bewertung: *****

Falsche Freundin (Rosa Ribas)

Was passiert am Flughafen und in den Flugzeugen, wenn das Reinigungspersonal kommt?

P1030954

Beschreibung des Buches:
Das Buch „Falsche Freundin“ von Rosa Ribas ist als Taschenbuch im suhrkamp-Verlag erschienen und umfasst 411 Seiten.
Das Titelbild zeigt eine hellblaue Rasierklinge und „weißes Pulver“ auf schwarzem Hintergrund mit der Skyline Frankfurts. Das Bild ist passend zum Inhalt gut gewählt.

Inhalt:
Undercover muss Hauptkommissarin Cornelia Weber-Tejedor bei einer Putzkolonne am Frankfurter Flughafen ermitteln. Sie reinigt mit anderen Frauen die gerade angekommenen Flugzeuge. Hier soll sie herausfinden, warum eine Reinigungskraft zu Tode gekommen ist. War es ein Unfall oder steckt mehr dahinter? Was passiert im Umfeld der Reinigungskräfte? Gibt es hier eine „geheime Gruppe“, die nicht nur reinigt, sondern noch andere Betätigungsfelder hat?

Zu diesem Zweck muss Cornelia ihre Identität aufgeben und während der Dauer der Ermittlungen in eine fremde Wohnung nach Neu Isenburg (südlich von Frankfurt am Main) ziehen. Da sie sich gerade von ihrem Mann getrennt hat, kommt ihr das sehr gelegen.

Leseeindruck:
Spannung ist im gesamten Buch enthalten. Allerdings gibt es viele Gewaltszenen, an die ich mich bei früheren Büchern der Autorin so nicht erinnern kann. Auch vermisste ich die Ermittlungen im Stadtbereich der Stadt Frankfurt. Der Schauplatz Flugzeug und Flughafen, nur auf bestimmte Bereiche beschränkt, war mir ein wenig zu „eintönig“. Das Thema Drogenschmuggel ging auch nicht so ganz an mich heran.

Wiederum gefallen hat mir die private Seite der Kommissarin. Sie macht sich Gedanken um ihre Eltern. Fühlt sich für sie, speziell für ihren Vater, der gesundheitlich stark abbaut, verantwortlich. Sie ist auch noch immer nicht ganz über die Trennung von ihrem Mann hinweg, hat aber schon leichte Kontakte zu einem Kollegen geknüpft. Mal schauen, wie es da in einem weiteren Band weitergeht.

Der Sprachstil dieses Krimis gefällt mir auch wieder sehr gut. Das ganze Buch lässt sich gut lesen.

Fazit:
Ich habe den Krimi gerne gelesen, weil mir die Kommissarin aus vorangegangenen Fällen schon ans Herz gewachsen ist, allerdings sehe ich sie lieber in der Großstadt Frankfurt ermitteln.

Freue mich auf einen weiteren Krimi um die Kommissarin Weber-Tejedor.

Bewertung: ****