Was danach geschah (James Kimmel)

Titel und Buchrücken weckten mein Interesse – bin enttäuscht

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Beschreibung des Buches:
Das Buch „Was danach geschah“ ist im Ullstein-Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 446 Seiten. Der Autor James Kimmel ist Anwalt und beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Gesetz und Spiritualität. Es ist das erste Buch des Autors, das ich gelesen habe.
Auf dem Titelbild sieht man eine junge Frau, die zum Himmel schaut, sie ist dem Leser mit dem Rücken zugewandt und steht auf einer Brüstung. Der Buchschnitt ist verziert mit ebendieser Frau und Vögeln.

Kurze Zusammenfassung:
Die Anwältin Brek Cuttler wacht vermeindlich an einem Bahnhof auf. Sie hat keine Ahnung wie sie dort hingekommen ist. Ihre Tochter, die sie zuvor aus der Kindertagesstätte abgeholt hat ist verschwunden. Brek ist tot. Sie muss feststellen, dass sie sich im Jenseits befindet. Hier bekommt sie so nach und nach ihre Lebensgeschichte und die ihrer Vorfahren, Bekannten, Freunden und ihres vermeintlichen Mörders „vorgespielt“. D.h. sie erlebt alles hautnah mit. Teilweise „spielt“ sie mit, manchmal ist sie aber auch nur Zuschauer, möchte gerne eingreifen. Da sie Anwältin ist, ist in manchen Situationen ihr „Rat“ gefragt. Die Seelen im Jenseits möchten, dass sie über ihren Mörder richtet, nachdem sie seine, und die seiner Vorfahren, Lebensgeschichte erfahren hat.

Mein Leseeindruck:
Die Rückblenden reichen oftmals in die Zeit des Holocaust zurück. Ganz viel ist von Schuld, Sünde und Vergebung die Rede. Die meiste Zeit ist das Buch in der Ich-Form geschrieben (Brek), allerdings wechseln die Erzählperspektiven, die Zeitebenen und die Personen sehr oft, so dass man manchmal gar nicht mehr genau weiß, von wem gerade die Rede ist bzw. warum das Erzählte wichtig für den gesamten Roman sein soll. Die meisten Episoden spielen um die Jahre des zweiten Weltkrieges in Deutschland und um den Holocaust. Das soll die Schuld bzw. Unschuld der Vorfahren u.a. des Mörders näher beschreiben, um Brek ein Urteil über ihren Mörder fällen zu lassen. Doch irgendwie gelang es mir nicht in das Buch einzutauchen. Ich musste mich regelrecht zwingen fertig zu lesen. Auch das Ende versöhnte mich nicht.

Fazit:
Als ich den Titel und den Klappentext gelesen hatte, hatte ich mir nicht vorstellen können, dass sich dieses Buch so spirituell gestaltet. Ich dachte nicht, dass es mich so verwirren würde. Die Idee, ein Buch über das Leben nach dem Tod zu schreiben, gefiel mir gut. Nur die Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Vielleicht liegt das Buch aber Menschen, die sich mehr mit spirituellen Gedanken beschäftigen, deshalb noch 2 Sterne.

Bewertung: **

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