Ihr unschuldiges Herz (Richard Hagen)

Serienmord im Rheingau

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Das Buch „Ihr unschuldiges Herz“ von Richard Hagen ist im Blanvelet-Verlag erschienen und umfasst 440 Seiten.

Inga Jäger, Staatsanwältin aus Hamburg, tritt ihren Dienst neu in Wiesbaden an. Gleich zu Beginn wird sie zu einer ziemlich zugerichteten Toten in den Weinbergen bei Eltville gerufen. Schon ihr erstes Zusammentreffen mit dem Kriminalhauptkommissar Kai Gebert gerät zu einem Fiasko. Als die zwei auch noch zusammenarbeiten müssen, kommen sie sich weit näher als gedacht. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass es weitere tote Frauen nach dem gleichen Muster in der Vergangenheit gab, am gleichen Ort. Als die Staatsanwältin durch ihren Vorgesetzten ausgebremst wird, spornt es ihren Ehrgeiz an und sie ermittelt heimlich weiter.

Mit hat das Buch von Anfang an gefallen. Es ist permanent spannend. Die Charaktere sind toll beschrieben. Die interessante Beziehung zwischen Inga Jäger und Kai Gebert lässt einen beim Lesen manchmal schmunzeln. Außerdem gefällt mir der Schauplatz. Der Rheingau und das Rhein-Main-Gebiet. Ich mag Regionalkrimis, lebe ich doch im Rhein-Main-Gebiet.

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse etwas. Ein wenig weniger Spektakulär hätte auch gereicht. Die geschichtlichen Hintergründe sind interessant und dienen zur Wahrheitsfindung. Die Beschreibung des Heimes für psychisch erkrankte Menschen machte einem beim Lesen etwas beklommen.

Alles in allem ein Krimi, den ich mit vier Sternen durchaus empfehlen kann. Weiter Krimis um die Staatsanwältin Inga Jäger würde ich gerne lesen.

Bewertung: ****

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Zurück auf Glück (Patricia Marx)

Amerikanischer Humor ?

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Das Buch „Zurück auf Glück“ von Patricia Marx ist im Insel Verlag erschienen und umfasst 222 Seiten. Auf dem Titelbild ist ein fotografiertes Pärchen zu sehen. Im weißen Hintergrund sieht man die Skyline von New York.

Bei dem vorliegenden Buch soll es sich um einen humorvollen Liebesroman handeln. Es geht um die Dessous-Designerin Imogene aus New York. Sie lernt Wally kennen. Die zwei scheinen sich zu verlieben, so ganz ist das im gesamten Buch nicht herauszufinden, oder ich habe es überlesen….

Ich konnte diesem Buch so gut wie nichts abgewinnen. Die Liebesgeschichte dümpelt auf ca. 206 Seiten dahin, unterteilt in Sage und Schreibe 618 Kapiteln, die meist nur aus einem oder wenigen Sätzen bestehen. Um das Buch zu füllen, wurden kleinkinderartige Zeichnungen eingefügt. Auf vier Seiten im Anhang kann man alle Seiten noch einmal in kleinstformat eventuell mit einer Lupe bewundern.

Anscheinend liegt mir der amerikanische Humor nicht. Jedenfalls habe ich mich durch das Buch gequält und mit viel Mühe fertig gelesen.

Leider kann ich für diesen Titel nur einen Stern vergeben.

Bewertung: *

Im Tal des wilden Eukalyptus: Australien-Saga (Die Australien-Saga, Band 2) (Inez Corbi)

Zweiter Teil der Australiensaga von Inez Corbi

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Beschreibung des Buches:
Der zweite Teil der Australien-Saga „Das Lied der roten Erde“ von Inez Corbi „Im Tal des wilden Eukalyptus“ ist im List-Verlag erschienen. Das Buch hat ca. 308 Seiten. Im Anhang befindet sich eine Zeittafel. Die Handlung spielt in Australien ab dem Jahr 1801. Es ist das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe.

Das Titelbild zeigt auf hell sonnigem Grund ein Paar an einer Küste. Über dem Paar ranken sich Eukalyptuszweige.

Kurze Zusammenfassung:
Die junge Irin Moira ist bekommt ein Kind vom ehemaligen Sträfling Ducan. Sie hat ihren Ehemann Alistar verlassen und lebt nun mit Ducan zusammen. Gemeinsam haben sie ein wenig Land zur Bewirtschaftung und eine armselige Hütte. Alistar schafft es, den gerade geborenen Sohn Joey von Moira und Ducan zu entführen und nachträglich zu legalisieren, da er während der Ehe mit Moira geboren wurde. Moira und Ducan versuchen mit aller Macht ihr Kind zurück zu bekommen. Wird es ihnen gelingen?

Mein Leseeindruck:
Da ich den ersten Teil dieser Geschichte schon gelesen habe und dieser mir gut gefiel, wollte ich auch dieses Buch lesen. Auch hier fand ich mich gleich in die Geschichte ein. Ein Lesen des ersten Buches ist hier nicht unbedingt notwendig. Die Autorin erklärt zwischendurch die Zusammenhänge. Der Sprachstil der Autorin gefällt mir weiterhin gut. Auch wenn es sich hier um eine fast reine Liebesgeschichte handelt, die ich nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgenre zähle, konnte ich der Geschichte mir ihren, leider diesmal wenigen historischen Hintergründen, gerne folgen.

Wer gerne Australienromane liest und nicht abgeneigt ist, eine fast reine Liebesgeschichte zu erleben, dem sei dieses Buch empfohlen. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten und konnte beim Lesen gut entspannen.

Bewertung: ****

Das Lied der roten Erde (Die Australien-Saga, Band 1) (Inez Corbi)

Liebesgeschichte aus dem fernen Australien

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Beschreibung des Buches:
Die Australien-Saga „Das Lied der roten Erde“ von Inez Corbi ist im Ullstein-Verlag erschienen. Das Buch hat ca. 457 Seiten. Im Anhang befindet sich eine Zeittafel. Die Handlung spielt hauptsächlich in Australien etwa im Jahr 1800. Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Bei einer ihrer Lesungen aus diesem Buch bin ich auf diesen Titel aufmerksam geworden.

Das Titelbild zeigt eine weiß gekleidete Frau mit dem Hintergrund der australischen roten Erde und der Weite dieses Kontinents. Es passt wunderbar zum Buch und gefällt mir gut.

Kurze Zusammenfassung:
Die junge Irin Moira wird von ihren Eltern zwangsverheiratet mit dem schon älteren Arzt McIntyre, Gemeinsam wandern die beiden nach Australien aus, weil McIntyre die Gesundheit der Sträflinge zu überwachen hat. Schon auf der Schiffsreis wird Moira aufmerksam auf den gutaussehenden Sträfling Duncan. Ihre Wege treffen immer wieder aufeinander. Sie verlieben sich. Doch Moira ist ja mit dem Arzt McIntyre verheiratet. Wird die Liebe zum Sträfling sich durchsetzen ?

Mein Leseeindruck:
Eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Freund von Australien-Sagas, aber mir lag der Sprachstil der Autorin ausgesprochen gut. Ich fühlte mich gleich zu Beginn in die Geschichte hineingezogen und konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und durchgängig gut beschrieben. Auch die Einbeziehung der Ureinwohner Australiens in die Geschichte wurde nicht vergessen.

Die geschichtlichen Hintergründe hat die Autorin sehr gut recherchiert, so dass es sich hier nicht nur um eine Art Liebesroman handelt, sondern wirklich um eine Familiensaga, die die Widrigkeiten der Sträflinge im fernen Australien um die Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert mit all ihren Grausamkeiten gut beleuchtet.

Fazit:
Es gibt schon eine weitere Folge um die Geschichte von Moira und Duncan. Auch diese werde ich lesen, denn dieser Roman hat mir sehr gut gefallen.

Bewertung: ****