Ein Paradies für alle (Justus Pfaue)

Die Geschichte des Kaufhauses Wertheim

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Das Buch „Ein Paradies für alle“ von Justus Pfaue und Philip Tempel ist im List-Verlag erschienen und umfasst 440 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ein Schaufenster und eine Frau mit Einkaufstaschen. Das Bild ist eher dunkel gehalten, passt aber zum Inhalt des Buches.

Die Geschichte um die Familie Wertheim beginnt mit den letzten Tagen des Georg Wertheim Ende 1939. In den darauf folgenden Kapiteln wird die Entstehung des Wertheim-Imperiums anhand der Familiengeschichte um Abraham und Ida Wertheim, jüdischen Glaubens, und ihren Nachkommen geschildert.

Diese beginnt in Stralsund. Mutter Ida betreibt dort ein kleines Mode-/Stoffgeschäft Anfang 1850. Das Paar bekommt mehrere Kinder. Die Söhne Georg und Hugo gehen bald in die Lehre beim Onkel in Berlin. Hier lernen sie, wie man richtig Geschäfte macht. Aufgrund von Lungenproblemen von Hugo müssen die Söhne bald wieder nach Stralsund zurückkehren.

Georg treibt die Geschäfte voran. Nach und nach gründet er in Berlin ein Kaufhaus nach dem anderen. Er trifft Hanna und verliebt sich in sie. Ein dunkles Geheimnis führt leider dazu, dass Hanna und Georg nicht heiraten können. Georgs Mutter Ida fädelt eine Heirat mit Ursula ein und Georg führt mit Hanna eine Liebesbeziehung und stellt sie als Geschäftspartnerin ein. Aufschwung bekommt die Warenhauskette mit der Weimarer Republik. Mit vielen Ideen und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem führt Hanna, die Geliebte, im Hintergrund die Geschäfte auch in sehr schwierigen Zeiten.

Fazit:
Zunächst erschien mir das Buch eher langweilig. Doch nach dem ‚Prolog‘ und den ersten paar Seiten der weiteren Kapitel konnte ich den Roman nicht mehr aus den Händen legen. Die Kaufhausgeschichte um den Wertheim-Konzern hatte mich schon immer interessiert. Hier mit einem Roman das Leben der Gründer und der Familie präsentiert zu bekommen, gefällt mir ausgesprochen gut. Nebenbei gibt das Buch auch noch einen Einblick in die Lebenssituationen der Menschen in den Jahren 1850 ‚ 1939. Einzig die Person Georg Wertheim wurde ein wenig ‚blass‘ dargestellt. Besonders hat mich die Rolle der Hanna fasziniert.
Den Autoren ist ein sehr gutes Familienepos gelungen.

Bewertung: ****

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