Alle Macht den Kindern – Ein Selbstversuch (Jochen Metzger)

Selbstversuch in der Familie

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Der Familienvater Jochen Metzger, Journalist, hat ein Buch über den Selbstversuch seiner Familie geschrieben, die Rollen von Eltern und Kindern zu tauschen. Das Buch ist im Patmos-Verlag erschienen und umfasst 190 Seiten.

Ich bin durch Auftritte des Autors im Fernsehen auf das Buch aufmerksam geworden. Das Thema ‚Eltern tauschen mit Kindern‘ machte mich neugierig.

In einer Art Tagebuch beschreibt Herr Metzger den Ablauf des einmonatigen Tauschs der Rollen Eltern und Kinder. Die Kinder Lara und Jonny sind 13 und 10 Jahre alt.

Zunächst wir eine Art Vertrag geschlossen, damit die Rahmenbedingungen für den Versuch klar definiert sind.

Jochen Metzger beschreibt jeden Tag in sehr einfühlsamer Weise die Ereignisse und Gefühle der einzelnen Familienmitglieder. Da er meistens am Abend mit seinen Kindern vor dem Schlafengehen ein Gespräch über den Tag führt, kann er durchaus auch von den Gefühlen der Kinder in den verschiedensten Situationen der Tauschtage berichten.

Garniert werden die Tagebucheinträge in manchen Kapiteln mit ‚Exkursionen‘ zum aktuellen Thema des Tages wie z.B. „Kinder und Geld“. Hier stellt der Autor „Zusatzmaterial“ aus Gesprächen mit Experten (meist befreundete Personen) zur Verfügung.

Die Schwierigkeiten, die sich im Laufe der Zeit ergeben werden von ihm schonungslos und mit einem gewissen Humor, dargestellt. Mich hat fasziniert, dass die Familie das Projekt komplett durchgezogen hat.

Am Ende des Projektes zieht Jochen Metzger ein Fazit, das zunächst überrascht, sich aber durch die Erfahrungen der einzelnen Mitglieder der Familie durchaus nachvollziehen lässt.

Mir hat die Tagebuchform des Buches sehr gut gefallen, so konnte man die Entwicklung der Kinder und der Eltern in dem 30tägigen Projekt sehr schön mitverfolgen. Ich bewundere die Eltern, die sich auf diesen Versuch eingelassen haben und sich während der ganzen Zeit ihren Kindern tatsächlich untergeordnet haben, ohne ihr Elternrolle gänzlich aufzugeben. Das liebevolle und wachsame Auge von Vater und Mutter waren immer dabei.

Bewertung: *****

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