Das Wunder von Treviso (Susanne Falk)

Don Camillo lebt!

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Beschreibung des Buches:
Der Roman „Das Wunder von Treviso“ von Susanne Falk ist im Kindler-Verlag erschienen. Er umfasst 256 Seiten. Die Geschichte spielt in Italien in einem kleinen Dorf.

Das Titelbild zeigt eine Frau mit einem Herz in der Hand.

Kurze Zusammenfassung:
Der Ort Treviso gähnt vor Langeweile, da kommt dem Pfarrer Don Antonio eine Idee. Er lässt eine Madonna präparieren, so dass sie rote Tränen weint. Es dauert nicht lange und die kleine Gemeinde wird zum Pilgerort. Alle Gewerbetreibenden profitieren davon. Die Schwester von Don Antonio kommt ebenfalls in den Ort, um ihren Bruder zu unterstützen, dabei verliebt sie sich in den Friseur Luigi. Bald wird der Vatikan auf die Madonna aufmerksam und will Treviso in Gestalt eines Gesandten einen Besuch abstatten. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse.

Mein Leseeindruck:
Man findet sich schnell in die Geschichte ein. Zunächst erinnert das Ganze an die Geschichten von Don Camillo und Pepone. Der Pfarrer erscheint als gewitzter Geistlicher mit guten Ideen. Er schreckt vor keiner Tat zurück. Nebenbei entwickelt sich auch noch eine Liebesgeschichte, was den Roman sehr lebendig macht. Die Mentalität der Norditaliener wurde von der Autorin auch wunderbar herausgearbeitet.

Fazit:
Ein humorvolles Buch, das sich leicht liest und zum Schmunzeln anregt. Ein Lesevergnügen, so zwischendurch, um Abzuschalten durchaus geeignet.

Bewertung: ****

Weiberfrühstück (Renée Karthee)

Midlife Crises

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Beschreibung des Buches:
Der Frauenroman „Weiberfrühstück“ von Renee Karthee ist im Ullstein-Verlag als Taschenbuch erschienen. Er umfasst 300 Seiten. Die Geschichte spielt in Deutschland und in den Vereinigten Staaten.
Das Titelbild zeigt zwei gefüllte Tassen, die wahrscheinlich das Frühstücken symbolisieren sollen.

Kurze Zusammenfassung:
Ellen lebt mit Mann und Sohn in Norddeutschland. Nach einem Familienurlaub auf Sylt trifft die Familie vor ihrem Wohnhaus auf die Ex-Geliebte des Familienvaters, die in eine der Nachbarwohnungen einzieht. Nachdem sich der Ehemann Kai wieder zu sehr für die alte Flamme zu interessieren scheint, nimmt Ellen reiß aus und fliegt in die USA, wo sie ein paar Tage mit ihrer Freundin Margaux verbringt. Es beginnen turbulente Zeiten‘.

Mein Leseeindruck:
Der Roman entpuppt sich schnell als Frauenunterhaltung. Die Hauptakteurin Ellen, fast 46 Jahre, fürchtet um ihre Ehe. Die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben. Mit Witz und Sinn für Humor gelingt es der Autorin ihre Leserinnen in Bann zu ziehen. Als Leserin im fast gleichen Alter fühlt man sich in so mancher Situation daheim. Die Geschehnisse in den USA sind zwar leicht unglaubwürdig, bringen der Gesamtgeschichte aber keinen Abbruch, sondern machen das Ganze zu einem sehr unterhaltsamen Roman. Gleichzeitig hat man das Gefühl, der Urlaubsreise gedanklich und bildlich folgen zu können, wie bei einer Reisebeschreibung mit ungewöhnlichen Vorkommnissen. Das Ende überrascht dann auch nicht wirklich, macht das Ganze aber rund.

Fazit:
Ein humorvolles Buch mit nicht großem Tiefgang. Für ein Lesevergnügen, so zwischendurch, um Abzuschalten durchaus geeignet. Manche Passagen erscheinen mir doch sehr „an den Haaren herbeigezogen“ und wirken dadurch sehr konstruiert.

Bewertung: ***

Frühjahrsputz (Claire Cook)

Vergeben und Verzeihen – oder – Neue Liebe

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Beschreibung des Buches:
Der Frauenroman „Frühjahrsputz“ von Claire Cook ist im Ullstein-Verlag als Taschenbuch erschienen. Er umfasst 329 Seiten. Die Geschichte spielt in den Vereinigten Staaten und wurde ins Deutsche übersetzt.

Das Titelbild zeigt eine Frau in der Küche, die etwas im Kühlschrank sucht.

Kurze Zusammenfassung:
Jill lebt mit ihrer Tochter Anastasia, 10 Jahre, als alleinerziehende Mutter, zusammen. Seth, Anastasias Vater, ist 7 Jahre zuvor ausgezogen. Mit ihrer Nachbarin versteht sie sich gut, die zwei unterstützen sich gegenseitig, wenn es um die Betreuung ihrer Kinder geht.
Mit mehreren Jobs hält sich Jill über Wasser. Sie gibt Kochkurse und arbeitet im Telefondienst einer Reisevermittlung. Dabei lernt sie Billy kennen. Die zwei kommen sich näher, doch da taucht Seth wieder auf. Wie soll sie damit umgehen. Das alte Leben wieder aufnehmen oder neugierig auf ein neues Leben sein.

Mein Leseeindruck:
Der Roman liest sich leicht nebenbei zum Entspannen. Auch wenn das Thema nicht unbedingt entspannend ist, wenn die alleinerziehede Mutter Jill von einem Job zum anderen hechtet und zwischenzeitlich ihrer Tochter gerecht werden will. Aber als Außenstehende wirkt Jill doch trotzdem meist gut gelaunt und immer „Frau“ der Lage. Das Buch ist humorvoll geschrieben, manches wirkt nicht ganz so ernst und lädt zum Schmunzeln ein. Es handelt sich hier keineswegs um einen reinen Liebesroman. An manchen Stellen kommt man selbst ins Grübeln.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch mit nicht großem Tiefgang, aber flüssig geschrieben (manchmal ist die Übersetzung recht eigenwillig), das zum Abschalten und Entspannen einlädt. Das Titelbild finde ich weniger gelungen, es würde mein Kaufinteresse nicht wecken. Auch deshalb „nur“ drei Punkte.

Bewertung: ***