Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi (Rita Falk)

Tod in der Provinz

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Beschreibung des Buches:
Der Regionalkrimi „Dampfnudelblues“ von Rita Falk ist im dtv-Verlag erschienen. Er hat ca. 254 Seiten Romantext, ein Glossar und ein paar bayrische Rezepte im Anhang. Es handelt sich um einen so genannten Provinzkrimi oder auch Regionalkrimi. Die Handlung spielt in Niederbayern in einem Dorf namens Niederkaltenkrichen.

Das Buch hat einen festen Taschenbucheinband, sodass es nicht gleich beim Lesen auseinander fällt. Das Titelbild passt sehr gut zum Inhalt und gehört zu einer neuen Serie über den Dorfpolizisten Franz Eberhofer. Es handelt sich hier um den 2. Fall, den der Polizist löst.

Kurze Zusammenfassung:
Der Dorfpolizist Franz Eberhofer wohnt mit seinem Vater und seiner Großmutter zusammen in Niederkaltenkirchen. Neu-Onkel, Franz bekommt jetzt des Öfteren seine kleine Nichte zur Aufsicht. Was ihm sichtlich „Vergnügen“ bereitet. Sein Liebesleben gerät etwas unter die Räder, seine Freundin Susi hat einen neuen Freund in Italien‘..
Im Heimatdorf des Dorfpolizisten wird ein Rektor getötet, nachdem er zuvor eine Warnung an seiner Hauswand erhalten hatte. Schüler und Lehrer sind nicht unglücklich über den Tod des Rektors. Die Suche nach dem oder den Mördern beginnt.
Als Erzählform ist Ich-Form gewählt, d.h. der Dorfpolizist erzählt die Dinge aus seiner Sicht.

Mein Leseeindruck:
Wie auch im ersten Fall des Franz Eberhofer gelangt der Krimi zur Nebensache, weil die Charaktere und die Nebenhandlungen so witzig und spritzig geschrieben sind. Man kann sich die Personen und die Gegebenheiten recht gut vorstellen. Die bayrische Sprache hat man direkt im Ohr. Die Beschreibung der Charaktere erinnert an die Vorabendserie „Rosenheimkops“ im Fernsehen. Die bayrischen Begriffe kennt man oftmals, sie sind im Anhang aber näher beschrieben. Das Buch lässt sich so zwischendurch zum Entspannen gut lesen, lebt weniger von der Spannung als vom bayrischen Witz. Mir hat das sehr gut gefallen mal einen Krimi mit „Augenzwinkern“ zu lesen. Nebenbei lernt man lernt so Einiges über den landestypischen Essgeschmack, deshalb wohl auch die Rezepte am Ende des Buches. Ich habe sie noch nicht ausprobiert‘..

Bewertung: ****

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Teufelsfrucht: Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffers erster Fall (Tom Hillenbrand)

Krimi der etwas anderen Art

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Beschreibung des Buches:
Der Krimi „Teufelsfrucht“ von Tom Hillenbrand ist im KiWi-Verlag erschienen. Er hat ca. 300 Seiten Romantext und ein Glossar des Küchenlateins. Es handelt sich um einen kulinarischen Krimi. Die Handlung spielt hauptsächlich in Luxemburg, Frankreich und der Schweiz.

Das Titelbild passt sehr gut zum Inhalt.

Kurze Zusammenfassung:
Der Koch Xavier Kieffer führt ein kleines Restaurant in der Luxemburger Unterstadt. Eines Tages bricht ein Gastro-Kritiker in seinem Restaurant tot zusammen. Xavier macht sich auf die Suche nach seinem Mörder und kommt dabei einem ziemlichen Skandal auf die Spur. Auf seinen Recherchen begibt er sich selbst in Lebensgefahr. Seine Reisen führen ihn nach Paris und Genf.

Mein Leseeindruck:
Das Thema „Speisen“ kommt in dem vorliegenden Krimi nicht zu kurz. Man lernt einiges über Zutaten, Zubereitungen, Sterne für Köche, Restaurants usw. kennen. Einen Krimi im Kochmilieu spielen zu lassen ist eine Idee für sich. Sie ist gelungen.
Mich hat das Thema von Anfang an fasziniert. Viele neue Begriffe habe ich mit Hilfe des Glossars dazu gelernt.
Auch über die Stadt Luxemburg habe ich einiges erfahren. Einen Krimi fast ohne Kommissar zu entwickeln war einen Versuch wert. Es geht auch ohne! Der Skandal, der sich nach und nach aufdeckt macht einen wirklich nachdenklich und man ist geneigt sich von Fertigwarenprodukten generell fern zu halten.
Die Gerüche und die beschriebenen Geschmacksrichtungen konnte man gut „nachvollziehen“. Die Szenen in den einzelnen Städten und auch Lokalitäten sind toll beschrieben, die wörtliche Rede lockert den Krimi auf. In der Mitte des Buches fehlt ein wenig von der ansonsten gelungenen Spannung Man kann das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen.
Gerne noch mehr Krimis vom Koch Xavier.

Bewertung: ****