Elf Leben (Mark Watson)

Flucht vor der Wahrheit

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Beschreibung des Buches:
Im Roman „Elf Leben“ von Mark Watson geht es um einen Londoner Nachtmoderator, der im Radio Nacht für Nacht Anrufe von meist verzweifelten Menschen entgegen nimmt und ihnen zuhört.

Kurze Zusammenfassung:
Xavier Ireland, der Moderatior, ist Mitte dreißg. Er lebt seit einigen Jahren in London, ist aber in Australien aufgewachsen. Nachts moderiert er, tagsüber ist er ein begeisterter Turnier-Scrabble-Spieler. Er hat Australien wegen eines Vorfalls verlassen, der sein Leben veränderte. In London laufen ihm einige Menschen über den Weg, denen er gewollt oder ungewollt Hilfestellungen bietet, dabei verdrängt er seinen eigenen Schicksalsschlag gekonnt. Erst das Auftauchen einer Putzfrau bei einem Speed-Date, mit der er sich anfreundet, öffnet ihm die Augen. Die liebevolle Art von Pippa lässt ihn endlich seine eigene Geschichte aufräumen.

Mein Leseeindruck:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zunächst allerdings war ich verwirrt von den manchmal parallel laufenden Handlungen. Sie ergaben aber im Laufe der Geschichte einen Sinn. Die verschiedenen „Elf Leben“ haben zwar eigentlich nichts miteinander zu tun, dennoch bilden sie eine Kettenreaktion, weil sich nicht miteinander bekannte Personen irgendwie durch einzelnes Handeln beeinflussen.
Dem Autor gelingt es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Besonders der Anfang hat so etwas in mir ausgelöst sofort tief in die Geschichte einzusteigen. Es gelingt dem Autor durch seine Beschreibung der Stimmung den Leser in den Bann zu ziehen. Die Personen sind gut beschrieben, man kann sie sich bildlich vorstellen. Die Namen sind gut gewählt, sie prägen sich ein und man kann sich dadurch noch Seiten später erinnern, was sich mit wem zugetragen hat. Die Lokalität London ist gibt dem Ganzen noch eine besondere Note. London – die Millionenstadt ‚ und die Probleme des Einzelnen. Die ganze Geschichte hat mich fasziniert. Ein Moderator, der nachts den Problemen der Menschen zuhört, tagsüber nicht wegschaut (nur einmal und darüber macht er sich ständig Vorwürfe) und sich um fremde Menschen kümmert, weil es ihn innerlich antreibt. Dabei hat er selbst ein Problem zu lösen. Die Freundin kommt allmählich an ihn heran und ihm gelingt es tatsächlich sich seinem eigenen Problem zu stellen und zu beginnen es aufzuarbeiten. Tolle Geschichte !

Bewertung: ****

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