Blutstein: Kriminalroman (Öland-Reihe, Band 3) (Johan Theorin)

Schwedenkrimi ohne Kommissar in der Hauptrolle

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Für mein erstes Buch von Johan Theorin „Blutstein“ habe ich einige Tage Lesezeit gebraucht. Der Anfang war recht vielversprechend, dann wurde es kurzzeitig etwas langweilig, gegen Ende absolut spannend
Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem der Leser vermutet, dass es zu einem Mord in einer Walpurgisnacht kommen wird.
Danach beginnt der eigentliche Krimi.

Es ist März. Der Krimi spielt auf Öland in Schweden. Zunächst werden in parallelen Handlungssträngen die verschiedenen Protagonisten vorgestellt. Allesamt treffen in einem Frühling auf Öland ein. Man erfährt einiges aus dem aktuellen Leben der Personen, aber es gibt auch einige Rückblicke. Schon erkennt man, dass es möglicherweise Verknüpfungen untereinander gegeben hat und geben wird.
Da gibt es den getrennt lebenden Familienvater Per, dessen Tochter mit einer schweren Krankheit im Krankenhaus liegt, dort gibt es einen ehemaligen Altersheimbewohner, der wieder in sein altes Haus zurückzieht, dann gibt es noch eine Familie, die den Frühling auf Öland verbringt und einen Autor mit seiner Frau. Die Frau des Autors hat als Kind auf der Insel gelebt und verliert sich immer wieder in Gedanken und Wünschen an Elfen. Sie trägt ihre Geheimen Wünsche den Elfen vor und gibt ihnen Opfergaben, damit sich die Wünsche erfüllen.
Pers Vater stirbt nach einem vorsätzlichen Autounfall. Deshalb macht sich Per auf die Suche nach dessen Mörder und die Geschichte, die hinter seinem Vater steckt. Dabei werden die Beziehungen der vorgestellten Personen zueinander schlüssig aufgelöst. Es ergeben sich immer wieder neue „Verdächtige“ und das Ende ist überraschend.

Das Buch hat mich am Anfang sehr gepackt, mittendrin wurde es mir etwas langweilig, die Elfengeschichten sind nicht so meine Welt. Im dritten Abschnitt des Buches überschlagen sich die Ereignisse und man kann das Buch dann nicht mehr weglegen. Johan Theorin hat einen neuen Fan gefunden.

Bewertung: ****

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Viel Spaß beim Erziehen!: Ein Buch für alle unvollkommenen Eltern (Jan-Uwe Rogge)

Ratgeber einmal anders …

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Dieser Ratgeber ist in Romanform geschrieben. Das Autorenteam um Jan-Uwe Rogge versucht auf prima Art und Weise Eltern den Spiegel vorzuhalten:

Die Romanfigur soll einer Familie einen Oskar für die Beste Erziehung von Kindern verleihen. Dafür begibt er sich zu den unterschiedlichsten Eltern und werdenden Eltern. Er erlebt das Alltagsleben und beobachtet das Verhalten der Eltern. Mit seiner charmanten Art gelingt es dem Protagonisten sich das Vertrauen der Kinder zu sichern und den Eltern Beispiele aufzuzeigen, wie sich manche Situationen lösen lassen. Nach jedem Besuch (Kapitel) gibt es eine Zusammenfassung des „Erlernten“.

Die Idee einen „Erziehungsratgeber“ in Romanform zu schreiben hat sich gelohnt. Als Eltern erkennt man einige Situationen (hier als Außenstehender) wieder und sieht auch gleich den Lösungsansatz bzw. eine Möglichkeit seinen Erziehungsstil zu überdenken. Oftmals hat man einen echten „Aha“-Effekt.
Schmunzeln muss man, wenn man über die manchmal überzogenen Ansichten der besuchten Eltern liest, da hat man doch so manche Begegnung mit anderen Eltern im Kopf.

Alles in allem ein gelungenes Buch und sehr zu empfehlen.

Bewertung: ****